Abschied einer Justizlegende: Luitgard Wiggenhauser verlässt das Landgericht Ravensburg
Dietlind Grein GrothAbschied einer Justizlegende: Luitgard Wiggenhauser verlässt das Landgericht Ravensburg
Luitgard Wiggenhauser, Präsidentin des Landgerichts Ravensburg, ist nach einer herausragenden juristischen Laufbahn von mehr als drei Jahrzehnten in den Ruhestand getreten. Ihre Arbeit in der Justiz Baden-Württembergs wurde von offiziellen Stellen gewürdigt, darunter die Justiz- und Migrationsministerin, die ihre Führungsstärke und fachliche Expertise besonders hervorhob.
Wiggenhauser begann ihre Karriere 1987 als Richterin am Amtsgericht Ravensburg. Nur zwei Jahre später wechselte sie an das Landgericht Ravensburg, wo sie sich durch ihr juristisches Geschick einen Namen machte.
1999 wurde sie erstmals an das Oberlandesgericht Stuttgart abgeordnet. Bereits 2001 übernahm sie dort eine feste Stelle als Richterin. Ihre Laufbahn entwickelte sich stetig weiter: 2004 wurde sie zur Vorsitzenden Richterin einer Zivilkammer am Landgericht Ravensburg ernannt. In dieser Zeit leitete sie zudem das Referendariatsausbildungsprogramm.
2006 übernahm sie die Leitung des Amtsgerichts Biberach. Fünf Jahre später folgte die Ernennung zur Präsidentin des Landgerichts Hechingen, wodurch sie ihre Position in der Justiz weiter festigte. Ihre Führungsrolle wuchs kontinuierlich, und 2021 wechselte sie als Vizepräsidentin an das Oberlandesgericht Stuttgart, bevor sie dort kurzzeitig die kommissarische Leitung übernahm.
Zuletzt trat sie 2023 das Amt der Präsidentin des Landgerichts Ravensburg an, das sie bis zu ihrem Ruhestand innehatte.
Mit Wiggenhausers Verabschiedung endet eine Karriere, die von prägenden richterlichen Funktionen und einem starken Engagement für die juristische Ausbildung geprägt war. Justiz- und Migrationsministerin Marion Gentges würdigte sie für ihre herausragenden Fähigkeiten und ihre Fähigkeit, Kollegen während ihrer gesamten Amtszeit zu inspirieren.