AfD-Kundgebung in Baden-Württemberg zieht Proteste und Sachbeschädigungen nach sich
Angelo BriemerAfD-Kundgebung in Baden-Württemberg zieht Proteste und Sachbeschädigungen nach sich
Am Sonntagmittag fand auf dem Dillplatz in Baden-Württemberg eine gemeinsame Wahlkampfveranstaltung der AfD statt. Die von den Parteikreisverbänden Konstanz, Sigmaringen und Bodensee organisierte Kundgebung zog etwa 100 Teilnehmer an. Gleichzeitig bildete sich in der Nähe eine Gegenkundgebung mit rund 280 Teilnehmern als Reaktion auf die AfD-Veranstaltung.
Vor Beginn der Kundgebung wurden am Dillplatz zwei Sachbeschädigungen gemeldet: Unbekannte besprühten Wände mit Graffiti, und eine mobile Toilette wurde durch Feuerwerkskörper zerstört. Die Polizei erteilte später zwei Platzverweise, nachdem bei Personen verbotene Gegenstände gefunden worden waren.
Die AfD-Veranstaltung dauerte von 13 bis 15 Uhr, während sich die von lokalen Bürgerbündnissen organisierte Gegenkundgebung in der Nähe der Bushaltestelle am Nellenburg-Gymnasium versammelte. Beide Kundgebungen endeten ohne größere Zwischenfälle – abgesehen von den zuvor genannten Vorfällen und den Platzverweisen. Die Behörden bestätigten, dass es keine weiteren nennenswerten Störungen gab.
Es handelte sich um die erste gemeinsame Wahlkampfveranstaltung der AfD-Landesverbände in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr. In dieser Zeit hatten keine anderen Städte oder Landkreise in der Region ähnliche Kundgebungen veranstaltet.
Sowohl die AfD-Veranstaltung als auch die Gegenkundgebung endeten bis zum frühen Nachmittag friedlich. Die Polizei musste lediglich zwei kleinere Vorfälle mit verbotenen Gegenständen sowie die zuvor gemeldeten Sachbeschädigungen bearbeiten. Eine weitere Eskalation oder Festnahmen blieben aus.






