28 December 2025, 03:47

AfD vor Machtkampf: Wer führt die Partei nach der Baden-Württemberg-Wahl 2023?

Vier Soldaten in Uniform, einschließlich Mützen und Waffen, stehen und sprechen, mit einem Fahrzeug rechts und Bäumen im Hintergrund.

Dies soll der neue starke Mann der AfD im Südwesten sein - AfD vor Machtkampf: Wer führt die Partei nach der Baden-Württemberg-Wahl 2023?

Die Alternative für Deutschland (AfD) bereitet sich auf einen bedeutenden Führungswechsel vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg am 8. März 2023 vor. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die Partei etwa 20 Prozent der Stimmen erreichen könnte – ein deutlicher Zuwachs für ihre Vertretung im Landtag. Hinter den Kulissen positionieren sich bereits zentrale Akteure für Spitzenämter.

Martin Rothweiler, ausgebildeter Betriebswirt und stellvertretender Landesvorsitzender der AfD in Baden-Württemberg, soll zur neuen Führungsfigur der Partei im Südwesten aufsteigen. Er kandidiert auf Platz zwei der Landesliste sowie als Direktkandidat im Wahlkreis Villingen-Schwenningen. Rothweiler blickt auf Jahre in der Kommunalpolitik zurück, in denen er sowohl im Stadtrat als auch im Kreistag von Villingen-Schwenningen tätig war.

Markus Frohnmaier, Landesvorsitzender und aktueller Bundestagsabgeordneter, hat deutlich gemacht, dass er nach der Wahl Ministerpräsident werden möchte. Einen Sitz im Landtag wird er jedoch nicht anstreben. Stattdessen unterstützt er Rothweiler als künftigen Fraktionsvorsitzenden und drängt auf dessen Wahl im Landtag. Der amtierende Fraktionschef Anton Baron steht intern in der Kritik, da seine Ambitionen laut einigen Parteimitgliedern seine tatsächlichen Leistungen übersteigen. Baron überlegt nun, ob er erneut kandidiert, und wägt politische Verpflichtungen mit Familienleben und anderen Projekten ab. Zudem hat er sich gegen Pläne ausgesprochen, vor der Wahl vorschnell über einen neuen Fraktionsvorsitzenden zu entscheiden. Emil Sänze, Co-Landesvorsitzender, führt zwar die Landesliste an, hat aber bereits erklärt, nicht für den Fraktionsvorsitz kandidieren zu wollen. Damit rückt Rothweiler als wahrscheinlicher Nachfolger in den Fokus und könnte zum neuen Gesicht der AfD in der Region werden.

Sollte die AfD bei der Wahl tatsächlich rund 20 Prozent erreichen, würde ihr Einfluss im Landtag deutlich wachsen. Rothweilers erwarteter Aufstieg zum Fraktionschef würde eine strategische Neuausrichtung der Partei auf Landesebene markieren. Die Wahl wird auch zeigen, ob Baron in seinem Amt bleibt oder Platz für eine neue Führung macht.