25 February 2026, 22:34

Altes Video von CDU-Mann Hagel löst kurz vor der Landtagswahl neue Debatte aus

Ein Mann steht an einem Rednerpult mit einem Mikrofon, gibt eine Präsentation vor einer Projektionswand, mit Stühlen, einer Pflanze, Fotorahmen, Vorhängen und Deckenleuchten im Hintergrund.

Altes Video von CDU-Mann Hagel löst kurz vor der Landtagswahl neue Debatte aus

Ein Video aus dem Jahr 2018 mit dem CDU-Politiker Manuel Hagel ist nur wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg wieder aufgetaucht und hat eine neue Debatte ausgelöst. Die Aufnahme stammt ursprünglich aus einer lockeren Diskussion im Jahr 2016 über das Aussehen einer Schülerin und sorgte diese Woche für Kritik, nachdem die Grünen-Politikerin Zoe Mayer sie online geteilt hatte. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die auch den Vorsitz der Frauen-Union der CDU innehat, verteidigte Hagel inzwischen als verantwortungsvolle Führungspersönlichkeit mit modernen Ansichten zur Gleichberechtigung.

Das Video war zwar bereits 2018 veröffentlicht worden, hatte damals aber kaum Reaktionen hervorgerufen. Erst im Februar 2026 – zwölf Tage vor der Landtagswahl – erhielt es größere Aufmerksamkeit, nachdem Mayer es auf X gepostet hatte. Später verteidigte der Grünen-Co-Vorsitzende Cem Özdemir Hagel, während der AfD-Abgeordnete Markus Frohnmaier das Thema in einer Fernsehdebatte aufgriff.

Hagel selbst bezeichnete seine damaligen Äußerungen als überholt. In dem ursprünglichen Clip räumte er ein, dass die Bemerkungen ein Fehler gewesen seien, und betonte, er würde sie heute nicht wiederholen. Warken, die Hagel persönlich kennt, beschrieb ihn als jemanden, der die Rolle von Frauen in Politik und Gesellschaft schätzt.

Gleichzeitig stellte sie den Zeitpunkt der erneuten Diskussion infrage. Ohne konkrete Gegner zu nennen, deutete Warken an, dass das Wiederauftauchen des Videos möglicherweise eine gezielte Aktion sei, um die Wahl zu beeinflussen.

Die Debatte über Hagels frühere Aussagen ist nun kurz vor der Abstimmung wieder aufgeflammt. Seine Verteidiger, darunter Warken und Özdemir, argumentieren, dass die Äußerungen nicht seine heutige Haltung widerspiegeln. Kritiker hingegen verweisen weiterhin auf den Clip als Beleg für anhaltende Probleme in der politischen Debattenkultur.