30 April 2026, 18:17

Ampelkoalition am Abgrund: CDU/CSU in der Vertrauenskrise und SPD kontert scharf

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Grenzen des Landes zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

Ampelkoalition am Abgrund: CDU/CSU in der Vertrauenskrise und SPD kontert scharf

Spannungen in der Ampelkoalition eskalieren – scharfe Kritik an CDU/CSU

Die Konflikte innerhalb der deutschen Bundesregierung haben sich zugespitzt, wobei die CDU/CSU massiv in die Kritik gerät. Philipp Türmer, Vorsitzender der Jusos, warf Teilen der Union vor, ihre politische Orientierung verloren zu haben. Gleichzeitig diskutieren führende Politiker offen über ein mögliches vorzeitiges Scheitern der Koalition.

Türmer zufolge reichen die Probleme der CDU weit über interne Koalitionsstreitigkeiten hinaus – es handele sich vielmehr um eine tiefe Krise der Partei selbst. Große Teile der Union wirkten verwirrt darüber, wie der Übergang von der Opposition in die Regierungsverantwortung gelingen solle, so der SPD-Politiker. Seine Kritik richtete sich insbesondere gegen ideologische Verhärtungen, vor allem in der Wirtschaftspolitik.

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Laut Türmer fordere die Union zwar niedrigere Energiepreise, bestehe aber gleichzeitig auf teuren Gaskraftwerken. Zudem gebe sie vor, die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten, lehne jedoch Erbschaftssteuer-Erhöhungen ab. Seine Vorwürfe gingen noch weiter: Auf jede Kritik der CDU an der SPD entfielen seiner Meinung nach vier Punkte, die man der Union selbst vorhalten könne – etwa ihre Unfähigkeit, regierungsfähige Lösungen zu erarbeiten.

Auch der CDU-Abgeordnete Christian von Stetten trieb die Unsicherheit voran, indem er erklärte, die Koalition werde "ganz sicher nicht" die volle vierjährige Legislaturperiode überdauern. Nur noch drei bis vier Monate blieben, um Reformen durchzusetzen, doch er räumte ein, dass die drei Koalitionspartner möglicherweise keine Einigung erzielen würden. Wie aus Kreisen der Union zu hören ist, wird intern sogar ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit erwogen – aus Frustration über die Blockadehaltung der SPD bei Reformvorhaben.

Die wechselseitigen Vorwürfe offenbaren die tiefen Gräben zwischen den Koalitionspartnern. Während Türmers Äußerungen Zweifel an der Regierungsfähigkeit der CDU verstärken, deuten von Stettens Aussagen auf schwindendes Vertrauen in den Fortbestand der Ampel hin. Angesichts drängender Reformfristen bleibt die politische Stimmung angespannt.

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