Apotheker streiken bundesweit für faire Löhne und mehr Transparenz
Apotheker in ganz Deutschland bereiten landesweite Proteste für den 23. März vor. Sie werden ihre Geschäfte schließen und zentrale Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne durchzusetzen. Der Apotheker Dr. Christian Fehske hat bereits mit Vertretern der Krankenkassen über Lohnungleichheiten und mangelnde Transparenz aneinandergeraten.
Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, hatte beim GKV-Spitzenverband um Erlaubnis gebeten, ein Foto der stellvertretenden Vorsitzenden Stefanie Stoff-Ahnis auf Protestplakaten verwenden zu dürfen. Der Verband lehnte ab und ignorierte seine weiteren Fragen zu den Lohnforderungen für AOK-Mitarbeiter. Später hieß es, die Pressestelle bearbeite nur Medienanfragen, keine individuellen Anfragen.
Fehske hatte nachgefragt, was eine siebenprozentige Lohnerhöhung für AOK-Angestellte die Versicherten kosten würde. Seine Schätzung: Die jährliche Rechnung könnte sich auf etwa 250 Millionen Euro belaufen. Um die Lohnkluft zu verdeutlichen, wies er darauf hin, dass ein Hausmeister bei der AOK Niedersachsen mehr verdient als eine voll ausgebildete Pharmazeutisch-technische Assistentin mit 15 Jahren Berufserfahrung.
Die Proteste richten sich gegen die Krankenkassen und deren Lohnverhandlungen – nicht gegen die CDU oder Gesundheitsministerin Nina Warken. Fehske kritisierte zudem, dass es seit Jahren keine Lohnanpassungen für Apothekenmitarbeiter gebe, was den Fachkräftemangel in der Branche weiter verschärfe.
Am 23. März werden Apotheken schließen, während sich die Beschäftigten zu Kundgebungen versammeln. Fehskes Konflikt mit dem GKV-Spitzenverband steht exemplarisch für die allgemeine Unzufriedenheit mit Löhnen und Transparenz. Die Proteste sollen die Kassen unter Druck setzen, die Lohnungleichheiten zu beseitigen, die sowohl Mitarbeiter als auch Versicherte belasten.






