Aschermittwoch 2025: Koblenz feiert Kunst, Theologie und Musik in einzigartigem Gottesdienst
Dietlind Grein GrothAschermittwoch 2025: Koblenz feiert Kunst, Theologie und Musik in einzigartigem Gottesdienst
Einzigartiger Gottesdienst bringt Künstler, Theologen und Musiker am Aschermittwoch 2025 in Koblenz zusammen. Am Aschermittwoch 2025 versammelte ein außergewöhnlicher Gottesdienst in Koblenz Künstler, Theologen und Musiker. Die Veranstaltung 'Aschermittwoch der Künstler' umfasste eine Predigt, Live-Orgelmusik und eine Kunstinstallation, die sich mit der Natur des Menschen auseinandersetzte. Im Anschluss eröffnete im Künstlerhaus Metternich eine Ausstellung lokaler Künstler. Der Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche wurde von Superintendent Rolf Stahl der Evangelischen Kirche und Dechant Thomas Darscheid der Katholischen Kirche geleitet. Organist Joachim Aßmann begleitete die Feier musikalisch und verhalf dem Ereignis zu einer besonderen Klangdimension. Professor Wolf-Andreas Liebert von der Universität Koblenz hielt einen Vortrag über Kreativität in der modernen Gesellschaft. Er analysierte das Wortspiel 'ersöchpferisch' – eine Kombination aus 'schöpferisch' ("kreativ") und 'erschöpft' ("erschöpft") – und kritisierte den kulturellen Fokus auf Selbstoptimierung. In seinem Referat bezog er sich zudem auf Sigmund Freuds Idee vom 'prothetischen Gott' und hinterfragte den Einfluss von Macht und Konsum. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Installation 'Mensch' von Barbara Gröbl. Das Kunstwerk setzte sich mit dem 'Sündenfall' und den Widersprüchen der menschlichen Existenz auseinander und knüpfte damit direkt an Lieberts Themen an. Nach der Feier begaben sich die Besucher ins Künstlerhaus Metternich, wo eine Ausstellung des Bundes Bildender Künstler Mittelrhein (BBK) eröffnet wurde. Gröbls Installation bleibt bis Sonntag, den 15. März 2025, in der Herz-Jesu-Kirche zu sehen. Die Zusammenarbeit lokaler Kulturschaffender schuf einen Gottesdienst, der Theologie, Kunst und Musik verband. Installation und Ausstellung sind in den kommenden Tagen weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich. Beide Veranstaltungen unterstreichen Koblenzer Tradition, religiöse Reflexion mit zeitgenössischer Kreativität zu verbinden.