Baden-Württemberg kämpft um Emirates-Flüge ab Stuttgart – und konkurriert mit Berlin
Dietlind Grein GrothBaden-Württemberg wirbt um Emirates-Flüge nach Stuttgart - Baden-Württemberg kämpft um Emirates-Flüge ab Stuttgart – und konkurriert mit Berlin
Baden-Württemberg drängt darauf, dass Emirates Flüge vom Flughafen Stuttgart aus aufnimmt. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat die Bundesregierung aufgefordert, das Vorhaben zu unterstützen. Der Vorschlag kommt zu einer Zeit, in der die Fluggesellschaft ihre Strecken in Deutschland ausbauen will – und damit einen Wettbewerb zwischen den großen Städten auslöst.
Hoffmeister-Kraut hat offiziell beim Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder um Rückendeckung gebeten. Sie setzt sich dafür ein, Stuttgart in das künftige Streckennetz von Emirates aufzunehmen, mit dem Argument, dass die Golfregion – insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate – für den Außenhandel des Landes eine zentrale Rolle spielt.
Auch Berlin und Hamburg buhlen um direkte Emirates-Verbindungen. Der Flughafen Berlin-Brandenburg strebt eine Route nach Dubai an, während Hamburg, das derzeit zu den vier Flughäfen mit Landeerlaubnis gehört, möglicherweise einen Slot abgeben müsste, um eine neue Destination zu ermöglichen.
Das Engagement der Ministerin spiegelt die allgemeinen Bestrebungen wider, die wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken. Die Unternehmen in Baden-Württemberg sind auf Handelsverbindungen in den Golf abhängig – eine direkte Strecke Stuttgart–Dubai hat daher strategische Priorität.
Die Entscheidung hängt von der Genehmigung der Bundesverkehrsrechte ab. Bei Erfolg würde Stuttgart zu den wachsenden Emirates-Drehkreuzen in Deutschland stoßen. Die Weichenstellung könnte den Luftverkehr und die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und der Golfregion neu prägen.






