Baden-Württemberg lockt mit Medizinstudienplätzen für den öffentlichen Gesundheitsdienst
Hiltraud HamannBaden-Württemberg lockt mit Medizinstudienplätzen für den öffentlichen Gesundheitsdienst
Baden-Württemberg führt ab dem Wintersemester 2026/27 eine neue Vorabquote für Medizinstudiengänge ein. Das Programm soll mehr Ärztinnen und Ärzte für den tarifverhandlungen öffentlichen dienst gewinnen, indem es klare Berufsperspektiven bietet. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden jährlich zehn Studienplätze für diese Initiative reserviert.
Die sogenannte ÖGD-Vorabquote richtet sich an angehende Medizinerinnen und Mediziner, die sich verpflichten, im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens zu arbeiten. Bewerberinnen und Bewerber müssen über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügen und sich bereit erklären, eine Facharztausbildung im öffentlichen dienst abzuschließen. Zudem müssen sie zusagen, mindestens zehn Jahre in diesem Bereich tätig zu sein.
Die Auswahl erfolgt nicht nach Schulnoten, sondern nach persönlicher Eignung und Motivation. Der Regierungspräsidium Stuttgart übernimmt die Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Erfolgreiche Kandidatinnen und Kandidaten übernehmen später Aufgaben wie die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, die Überwachung von Hygienestandards, die Beratung von Bürgerinnen und Bürgern sowie die Durchführung von Schuluntersuchungen.
Öffentliche Gesundheitsärztinnen und -ärzte tragen weitreichende Verantwortung – von Gesundheitsvorsorge über Planung bis hin zu präventiven Maßnahmen. Ihre Arbeit sichert eine stabile Versorgung, insbesondere in Krisenzeiten. Bis Februar 2026 werden zehn Bundesländer, darunter Bayern, Berlin und Hessen, ähnliche Quoten einführen, um den Öffentlichen Gesundheitsdienst zu stärken.
Ziel der Initiative ist es, die langfristige gesundheitliche Versorgung zu sichern, indem mehr Ärztinnen und Ärzte für dieses Tätigkeitsfeld gewonnen werden. Der Öffentliche Gesundheitsdienst bleibt ein zentraler Baustein des Gesundheitssystems und bietet Prävention sowie Schutz für die gesamte Bevölkerung.
Die Quote sieht vor, jährlich zehn Medizinstudienplätze über fünf Jahre zu vergeben. Gefragt sind Bewerberinnen und Bewerber mit einem starken Engagement für den öffentlichen Gesundheitssektor. Nach ihrem Abschluss werden sie Teil eines Teams, das sich mit Krankheitsbekämpfung, Gesundheitsförderung und Gemeinschaftsunterstützung befasst.