17 March 2026, 20:12

Baden-Württemberg nach der Wahl: Patt zwischen Grünen und CDU – was kommt jetzt?

Großes Gebäude mit vielen Fenstern, beschriftet mit 'Stadtbahnhof', umgeben von Bäumen, Straßenmöbeln, Fahrzeugen, Fußgängern und dekorativen Fahnen unter einem bewölkten Himmel.

Grüne bestätigen Fraktionsvorsitz im Landtag - Baden-Württemberg nach der Wahl: Patt zwischen Grünen und CDU – was kommt jetzt?

Baden-Württemberg steht nach der jüngsten Landtagswahl vor einer ungewöhnlichen politischen Pattsituation. Sowohl die Grünen als auch die CDU errangen jeweils 56 Sitze im Landtag – keine der beiden Parteien verfügt damit über eine klare Mehrheit. Zwar gingen die Grünen mit 30,2 Prozent der Stimmen knapp als stärkste Kraft hervor, doch müssen sie nun Koalitionsgespräche führen, um eine regierungsfähige Mehrheit zu bilden.

Die Grünen haben beschlossen, ihre aktuelle Fraktionsführung vorerst im Amt zu belassen. Andreas Schwarz bleibt bis zur Bildung einer neuen Landesregierung Fraktionsvorsitzender. Zudem hat der Parteivorstand Cem Özdemir, der als künftiger Ministerpräsident gehandelt wird, vorläufig in seine Reihen aufgenommen.

Die einzige realistische Option für eine stabile Regierung scheint die Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition zu sein. Die CDU hat eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD bereits ausgeschlossen, was die Möglichkeiten weiter einschränkt. Die formelle Neuwahl der Grünen-Führung ist für Mai vorgesehen – voraussichtlich nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen.

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Umfragen vor der Wahl hatten beide Parteien bei etwa 28 bis 29 Prozent gesehen, während über mögliche Bündnisse spekuliert wurde. Kritiker hinterfragen zwar die Verhandlungsstärke der CDU in den letzten Gesprächen, doch lässt die Pattsituation kaum Alternativen zu. Die Fortsetzung der Ampelkoalition aus Grünen und CDU bleibt der einzige Weg zu einer regierungsfähigen Mehrheit in Baden-Württemberg.

Bis eine Einigung erzielt ist, bleibt die Führung der Grünen unverändert – wichtige Entscheidungen werden vorerst vertagt. Das Ergebnis der Verhandlungen wird die politische Ausrichtung des Landes in den kommenden Jahren prägen.

Quelle