Baden-Württemberg plant die Zukunft der Regionalbahn mit ehrgeiziger Langzeitstrategie
Dietlind Grein GrothBaden-Württemberg plant die Zukunft der Regionalbahn mit ehrgeiziger Langzeitstrategie
Baden-Württemberg startet Langzeitstrategie für besseren Regionalbahnverkehr. Baden-Württemberg hat eine langfristige Strategie zur Verbesserung des Regionalbahnverkehrs in der gesamten Region auf den Weg gebracht. Unter dem Namen "Zukunftsfahrplan" startete das Projekt im Sommer 2024 mit dem Ziel, ein zuverlässigeres und passengerfreundlicheres Schienennetz zu schaffen. Bis 2026 soll ein detaillierter Fahrplan finalisiert werden, der die Weichen für den Schienenverkehr über das Jahr 2040 hinaus stellt.
Der "Zukunftsfahrplan" konzentriert sich auf vier zentrale Bereiche: Pünktlichkeit, reibungslose Anschlüsse, Fahrgastkomfort und Sicherheit. Bereits jetzt erfüllt das Land 85 Prozent seiner Qualitätsstandards im Regionalverkehr und garantiert mindestens stündliche Verbindungen auf allen regelmäßig genutzten Strecken. Weitere Fortschritte hängen jedoch davon ab, ausreichende Bundesmittel zu sichern, wie Verkehrsminister Winfried Hermann betont.
Im Oktober trafen sich über 200 Teilnehmer aus Verkehrswesen, Politik und Wirtschaft zu einer Zwischenbilanz. Sie diskutierten den Stand der Umsetzung und nahmen an einem "Fahrplan-Workshop" teil, um die Strategie weiter zu verfeinern. Das Land hebt hervor, dass das Projekt künftige Ausschreibungen für Bahnleistungen und Infrastrukturprojekte prägen wird – konkrete Bauvorhaben stehen allerdings noch nicht fest.
Über den offiziellen Online-Auftritt zukunftsfahrplan.baden-wuerttemberg.de wird die Öffentlichkeit kontinuierlich über den Fortschritt informiert. Die Strategie ist zudem Teil der "Mobilitätsgarantie" Baden-Württembergs, die langfristig eine verlässliche regionale Verkehrsversorgung sichern soll.
Der finale Fahrplan, der bis 2026 vorliegen soll, wird als Grundlage für den Ausbau des Schienennetzes und die Vergabe von Verkehrsverträgen nach 2040 dienen. Zwar hat das Land bereits Fortschritte erzielt, doch betonen die Verantwortlichen, dass der langfristige Erfolg stabile Finanzmittel des Bundes erfordert. Das Projekt bleibt weiterhin offen für öffentliche Beteiligung, während die Planung voranschreitet.