Baden-Württemberg setzt 2024 auf Erneuerbare – Atomkraft und Kohle verlieren an Bedeutung
Angelo BriemerKohle und Gas verlieren - Erneuerbare Energien gewinnen im Südwesten an Boden - Baden-Württemberg setzt 2024 auf Erneuerbare – Atomkraft und Kohle verlieren an Bedeutung
Baden-Württemberg erlebte 2024 einen bemerkenswerten Wandel in seiner Energielandschaft. Die Stromerzeugung ging um 8 Prozent zurück und sank auf 34.067 Millionen Kilowattstunden. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit tiefgreifenden Veränderungen bei den Energiequellen des Bundeslandes.
Hauptgründe für den Produktionsrückgang waren zwei zentrale Faktoren: Zum einen entfiel mit dem im April 2023 abgeschlossenen Atomausstieg Deutschlands eine bedeutende Stromquelle. Gleichzeitig ging der Einsatz von Steinkohle zurück, sodass ihr Anteil am Energiemix auf knapp unter 23 Prozent schrumpfte.
Erneuerbare Energien schlossen einen Großteil der Lücke und deckten fast 59 Prozent der gesamten Stromerzeugung des Bundeslandes ab – ein weiterer Beleg für den anhaltenden Aufstieg der sauberen Energien. Erdgas spielte dagegen eine geringere Rolle und trug nur noch 11,1 Prozent bei, was einem Rückgang von etwa 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die Zahlen spiegeln eine Übergangsphase im Energiesektor Baden-Württembergs wider. Während Atomkraft und Kohle an Bedeutung verlieren, dominieren erneuerbare Energien zunehmend die Stromversorgung des Bundeslandes.
Die Daten für 2024 bestätigen die wachsende Abhängigkeit Baden-Württembergs von erneuerbaren Quellen. Steinkohle und Erdgas büßten weiter an Gewicht ein, während saubere Energien ihren Anteil ausbauten. Der insgesamt gesunkene Stromoutput zeigt, wie sehr sich die Energiepolitik Deutschlands noch im Umbruch befindet.