Baden-Württemberg startet revolutionäres **Digitales Verkehrsmodell** für die Zukunft der Mobilität
Sylke SchmiedtBaden-Württemberg startet revolutionäres **Digitales Verkehrsmodell** für die Zukunft der Mobilität
Baden-Württemberg hat sein erstes landesweites digitales Verkehrsmodell eingeführt, das als Landesverkehrsmodell Baden-Württemberg (LVM-BW) bekannt ist. Das Instrument vereint Daten zu allen Verkehrsarten – von Autos und Bussen über Radverkehr bis hin zum Gütertransport – in einem einzigen digitalen System für Planung und Analyse.
Das Modell erfasst die Verkehrsströme in der gesamten Region und deckt rund 10.000 Zonen mit hoher Präzision ab. Es verfolgt Bewegungen im Individualverkehr, Schienenverkehr, Fußgängeraufkommen und Gütertransport und bewertet gleichzeitig Verkehrsaufkommen, Emissionen und Erreichbarkeit. Behörden können es nutzen, um sowohl große Infrastrukturprojekte als auch lokale Verkehrsherausforderungen zu bewerten.
Entwickelt von der Landesverkehrsbehörde, integriert das System Mobilitätserhebungen, Verkehrsählungen und strukturelle Daten. Es liefert bereits Prognosen für das Jahr 2030 und wird derzeit um Vorhersagen bis 2040 erweitert. Kommunen können das Modell nach Unterzeichnung einer Nutzungsvereinbarung kostenlos nutzen, was die Kosten und den Aufwand für separate Verkehrsstudien verringert. Verkehrsminister Winfried Hermann betonte dessen Bedeutung für die Gestaltung moderner Mobilitätspolitik. Das Modell hilft, wirksame Maßnahmen zu identifizieren und Strategien anzupassen, indem es Verkehrsursprünge, geografische Verteilung und künftige Mobilitätstrends aufzeigt.
Das LVM-BW dient als zentrales Planungsinstrument für Behörden und Entscheidungsträger im gesamten Land. Seine detaillierten Daten und Prognosen sollen fundiertere Entscheidungen für Verkehrsinfrastruktur und -dienstleistungen ermöglichen. Der kostenfreie Zugang für Beteiligte fördert eine breitere Nutzung und praktische Anwendung in der Regionalplanung.