Baden-Württemberg testet Cyberabwehr in bundesweiter Großübung LÜKEX 23
Sylke SchmiedtBaden-Württemberg testet Cyberabwehr in bundesweiter Großübung LÜKEX 23
Baden-Württemberg testet Cyberabwehr in großer bundesweiter Übung
Baden-Württemberg hat seine Cyberabwehrkräfte in einer umfangreichen nationalen Übung auf die Probe gestellt. Der Südweststaat nahm an LÜKEX 23 teil, einer Simulation eines großflächigen Cyberangriffs auf behördliche IT-Systeme. Fast 200 Einsatzkräfte waren in die zweitägige Übung im September 2023 eingebunden.
Im Mittelpunkt stand ein fiktiver Cyberangriff, der Bund und Länder lahmlegen sollte. Die Krisenstäbe Baden-Württembergs, koordiniert vom Innenministerium, reagierten auf das Szenario mit der Aktivierung von IT-Notfallplänen. Besonders geprüft wurden dabei Kommunikationswege und Meldeketten.
Die Cyberagentur Baden-Württemberg (CSBW) übernahm eine zentrale Rolle in der Übung. Ihre Leistungen bestätigten die Handlungsfähigkeit des Landes bei digitalen Bedrohungen. Zwar funktionierten die Abwehrstrukturen weitgehend, doch deckte die Übung auch Schwachstellen im Krisenmanagement auf, die nun behoben werden sollen.
Baden-Württemberg blickt auf eine lange Tradition mit LÜKEX zurück – seit 2004 ist das Land dabei. Die diesjährige Ausgabe markierte einen weiteren Schritt in der Vorbereitung auf reale Cybervorfälle. Nun richtet sich der Fokus auf "Magnitude", eine internationale Katastrophenschutzübung, die für den Herbst 2024 geplant ist. Basierend auf EU-Standards wird erstmals ein deutsches Bundesland Gastgeber der Übung sein.
Die Ergebnisse von LÜKEX 23 zeigten, dass die Krisensysteme Baden-Württembergs auch unter Druck zuverlässig funktionieren. Die erkannten Lücken sollen bis zur Leitung von "Magnitude" noch in diesem Jahr geschlossen werden. Die Übung unterstrich zudem das Engagement der Region, die Cybersicherheit auf allen Verwaltungsebenen weiter zu stärken.






