26 December 2025, 14:19

Baden-Württemberg verbietet Messer in Bussen und Zügen – selbst Buttermesser sind tabu

Ein Messer liegt auf einer braunen Oberfläche.

Strobl: "Keine Socken braucht ein Messer in der Schule" - Baden-Württemberg verbietet Messer in Bussen und Zügen – selbst Buttermesser sind tabu

Baden-Württemberg führt striktes Messerverbot in allen öffentlichen Verkehrsmitteln ein

In Baden-Württemberg ist ein strenges Messerverbot für den gesamten öffentlichen Nah- und Fernverkehr in Kraft getreten. Die neuen Regelungen gelten für Busse, Züge, Regionalbahnen und Fähren im gesamten Landesgebiet. Selbst Alltagsgegenstände wie Buttermesser oder Schweizer Taschenmesser sind fortan an Bord verboten.

Innenminister Thomas Strobl verteidigte die Maßnahme als "sinnvoll und wirksam". Er betonte, dass das Verbot dazu beitrage, messerbedingte Gewalt in öffentlichen Räumen einzudämmen. Ausnahmen gelten lediglich für Rettungskräfte und Inhaber eines gültigen Jagdscheins.

Strobl machte deutlich, dass sich das Verbot nicht auf private Haushalte erstreckt. Zwar könnten die Behörden nicht kontrollieren, was Bürger in ihren eigenen vier Wänden aufbewahren, doch räumte er ein, dass es auch im häuslichen Umfeld immer wieder zu Waffendelikten komme. Ein generelles Messerverbot lehnte der Minister ab und plädierte stattdessen für einen ausgewogenen Ansatz. In einem Punkt blieb er jedoch unnachgiebig: an Schulen. Strobl stellte klar, dass kein Kind jemals ein Messer in einer Bildungseinrichtung benötige. Die neuen Verkehrsregeln stehen damit im Einklang mit seiner Null-Toleranz-Haltung gegenüber Messern in Schulen.

Das Verbot gilt nun für sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel in Baden-Württemberg. Reisende, die mit Messern – egal ob stumpf oder als Multifunktionswerkzeug – angetroffen werden, müssen mit Strafen rechnen. Die Behörden erwarten, dass die Maßnahme die Zahl der Messerangriffe in der Region verringern wird.