07 January 2026, 16:45

Baden-Württemberg zahlt Prämien für die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse bis 2025

Eine schwarze Hornisse ist sichtbar.

Baden-Württemberg zahlt Prämien für die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse bis 2025

Baden-Württemberg verstärkt Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse

Das Land Baden-Württemberg geht mit einer neuen Initiative gegen die Verbreitung der Asiatischen Hornisse vor. Das zuständige Ministerium hat ein Programm aufgelegt, das für die Entfernung jedes Nestes 200 Euro zahlt – insgesamt stehen bis Dezember 2025 Mittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung. Behörden warnen, dass die invasive Art die heimische Artenvielfalt, die Imkerei und sogar die öffentliche Gesundheit bedroht.

Seit ihrem ersten Nachweis im Jahr 2014 hat sich die Asiatische Hornisse in der Region ausgebreitet. Die räuberischen Insekten ernähren sich von anderen Insekten, stören Ökosysteme und schaden Obst- und Weinbau. Minister Peter Hauk betonte die wachsenden Risiken für heimische Wildtiere und die Landwirtschaft.

Die Landesverbände der Imker Baden-Württembergs koordinieren das Beseitigungsprojekt. Sie verteilen die Prämien an zertifizierte Nestentferner und steuern die Maßnahmen. Das Ministerium finanziert zudem Schulungen für Fachkräfte und stellt spezielle Ausrüstung zur sicheren Beseitigung der Nester bereit. Bürger werden aufgefordert, Sichtungen über die Meldeplattform für Asiatische Hornissen zu melden. Nach Bestätigung vermittelt das System Kontakte zu örtlichen Schädlingsbekämpfern. Frühzeitige Maßnahmen – wie das Fangen junger Königinnen im Frühjahr – können das Populationswachstum eindämmen. Imker sollten ihre Bienenstöcke besonders aufmerksam beobachten und bei Hornissenaktivität Schutzvorkehrungen treffen. Das Ministerium bildet zudem Imker und lokale Experten aus, um bewährte Methoden zur Bekämpfung der Bedrohung zu vermitteln.

Die Initiative läuft bis Dezember 2025 und konzentriert sich auf die Reduzierung der Nestzahlen. Finanzielle Anreize und Fachschulungen sollen die Auswirkungen der Hornissen begrenzen. Die Behörden betonen, dass öffentliche Wachsamkeit und frühzeitige Meldungen entscheidend sind, um die Ausbreitung einzudämmen.