24 January 2026, 22:27

Bahnrad-Legende Günter Haritz stirbt mit 77 Jahren nach Krebsleiden

Eine Gruppe von Menschen in Helmen fährt mit Fahrrädern vor dem Brandenburger Tor in Berlin vorbei, während im Hintergrund Laternenpfähle, Verkehrsampeln, Gebäude, Bäume und ein klarer blauer Himmel zu sehen sind.

Bahnrad-Olympiasieger Günter Haritz verstorben - Bahnrad-Legende Günter Haritz stirbt mit 77 Jahren nach Krebsleiden

Günter Haritz, Olympiasieger im Bahnradsport, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Der deutsche Sportler erlag in den frühen Morgenstunden des Mittwochs einem Krebsleiden. Seine Karriere war in den 1970er-Jahren von Siegen auf höchstem Niveau geprägt.

Haritz wurde als Teil des "Goldenen Quartetts" unter Trainer Gustav Kilian berühmt. Das Team dominierte die Mannschaftsverfolgung und gewann bei den Olympischen Spielen 1972 in München Gold. Bereits zuvor hatten sie 1970 und 1973 Weltmeistertitel errungen.

Neben den Olympischen Spielen bestritt Haritz 83 Sechstagerennen und siegte in elf davon. Seine Erfolge auf der Bahn machten ihn zu einer geachteten Persönlichkeit im Radsport. Nach seiner aktiven Laufbahn kehrte er in seine Heimatstadt Leimen zurück, wo er ein Fahrradgeschäft eröffnete. Später ehrte ihn die Stadt Leimen mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft. Sein Vermächtnis bleibt eng mit Kilians Trainingsarbeit und den Erfolgen des deutschen Quartetts verbunden.

Mit Haritz’ Tod endet eine Ära des deutschen Bahnradsports. Sein Olympiagold, die Weltmeistertitel und die Siege bei Sechstagerennen festigten seinen Ruf als eine der größten Legenden des Sports. Das Fahrradgeschäft, das er in Leimen führte, blieb eine lebendige Verbindung zu seiner Leidenschaft für den Radsport.