Blutiger Angriff mit Gartenschere am Bahnhof Offenburg: Verdächtiger in U-Haft
Hiltraud HamannBlutiger Angriff mit Gartenschere am Bahnhof Offenburg: Verdächtiger in U-Haft
Ein 29-jähriger Somalier musste sich heute vor dem Landgericht Offenburg wegen schwerer Körperverletzung und bewaffneten Raubs verantworten. Das Gericht ordnete Untersuchungshaft an, nachdem der Angeklagte im vergangenen Monat am Offenburger Bahnhof einen 42-Jährigen mutmaßlich mit einer Gartenschere angegriffen haben soll. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen und musste stationär im Krankenhaus behandelt werden.
Der Vorfall ereignete sich am 27. Januar 2026, als der Beschuldigte und das Opfer am Bahnhof in einen Streit gerieten. Nach Angaben der Ermittler eskalierte die Auseinandersetzung, als der somalische Staatsbürger den 42-Jährigen angeblich mit der Gartenschere schlug und ihn mehrfach trat. Das Opfer erlitt dabei eine tiefe Schnittwunde am Gesäß sowie eine blutende Kopfverletzung und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Bundespolizisten nahmen den Verdächtigen kurz nach der Tat auf dem Bahnsteig fest. Bei einer Durchsuchung fanden sie zwei Gartenscheren, eine Bastelschere sowie das Smartphone des Opfers. Die Behörden gehen davon aus, dass der Angeklagte das Handy an sich nahm, nachdem es dem Geschädigten während des Handgemenges aus der Tasche gefallen war.
Der Beschuldigte, der derzeit über eine vorübergehende Abschiebungsaussetzung in Deutschland verfügt, wurde unmittelbar nach der Gerichtsverhandlung in Gewahrsam genommen. Er wurde inzwischen in eine Justizvollzugsanstalt überstellt, während die Ermittlungen fortgesetzt werden.
Die Entscheidung des Gerichts, den Verdächtigen in Untersuchungshaft zu nehmen, stützt sich auf belastende Beweise, die ihn mit dem gewaltsamen Übergriff und dem Diebstahl in Verbindung bringen. Das Opfer befindet sich weiterhin in der Genesung, während das Verfahren unter der Aufsicht des Landgerichts Offenburg weiterläuft.