25 January 2026, 04:15

Bosch streicht 1.700 Jobs in Bühl – Belegschaft kämpft um den Standort

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund, während einer Demonstration in einer Stadt.

Bosch streicht 1.700 Jobs in Bühl – Belegschaft kämpft um den Standort

Bosch kündigt Abbau von 1.700 Stellen am Standort Bühl an – Proteste von Belegschaft und IG Metall

Der Technologiekonzern Bosch plant, rund 1.700 Arbeitsplätze an seinem Werk in Bühl abzubauen. Arbeiter:innen und die Gewerkschaft IG Metall haben mit Protesten reagiert und warnen, dass die Kürzungen die Zukunft des gesamten Standorts gefährden könnten.

Zum geplanten Stellenabbau gehört auch die vollständige Schließung des benachbarten Werks in Bühlertal. Sollten die Pläne umgesetzt werden, würde sich die Belegschaft halbieren – was Zweifel an der langfristigen Überlebensfähigkeit des Standorts aufkommen lässt. Bosch hat inzwischen eine klare Frist für die Verhandlungen gesetzt und gedroht, bei einer Einigung ein Schiedsgericht einzuschalten.

Als Reaktion organisierten die Beschäftigten eine „aktive Mittagspause“ unter dem Motto „Wir lassen uns das nicht gefallen“. Die IG Metall, die die Arbeiter:innen vertritt, argumentiert, dass ein Schiedsverfahren die sinnvollen Gespräche faktisch beenden würde. Die Gewerkschaft zeigt sich zwar weiter verhandlungsbereit, besteht aber darauf, die Ergebnisse maßgeblich mitzugestalten. Beide Seiten stehen nun unter Druck, vor Ablauf der Frist eine Lösung zu finden.

Im Mittelpunkt des Streits steht Bosch‘ Plan, die Belegschaft um fast die Hälfte zu verringern. Kommt es zu keiner Einigung, könnte das Unternehmen das Schiedsverfahren erzwingen – während die Gewerkschaft warnt, dass dies weitere Verhandlungen blockieren würde. Die Entscheidung wird darüber entscheiden, ob das Werk in Bühl langfristig betrieben werden kann.