31 January 2026, 12:21

Breisgau-Hochschwarzwald baut Ganztagsbetreuung für Förderschulen massiv aus

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer mit Büchern und anderen Gegenständen auf den Tischen, mit Tafeln und Fenstern im Hintergrund.

Breisgau-Hochschwarzwald baut Ganztagsbetreuung für Förderschulen massiv aus

Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald erweitert Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald erweitert die Ganztagsbetreuung für Grundschüler. Nun werden neue Träger gesucht, die ab dem Schuljahr 2026/2027 oder 2027/2028 die Nachmittagsbetreuung an zwei Förderschulen in der Region übernehmen sollen. Der Schritt erfolgt im Vorfeld der bundesweiten Einführung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung bis 2029.

Geplant ist die Einführung der Ganztagsangebote an der Malteserschule Heitersheim und der Hochfirstschule Titisee-Neustadt, die beide auf die Förderung von Kindern mit geistiger Behinderung spezialisiert sind. Im Rahmen des Programms erhalten Schüler der ersten bis vierten Klasse bis zu acht Stunden Betreuung pro Tag – an fünf Tagen die Woche und auch in den Schulferien, wobei jährliche Schließzeiten von bis zu vier Wochen möglich sind.

Der Ausbau der Betreuung soll entweder zum Schuljahr 2026/2027 oder 2027/2028 starten und fügt sich in die landesweiten Pläne ein, bis 2029/2030 allen Grundschülern der ersten bis vierten Klasse einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung zu garantieren. Drei weitere Grundschulen in Freiburg und Müllheim bereiten ebenfalls ähnliche Erweiterungen für 2026/27 vor.

Interessierte Träger müssen bis Donnerstag, den 26. Februar 2026, eine schriftliche Interessensbekundung einreichen. Bei der Auswahl werden Qualifikationen wie pädagogische Ausbildung sowie Kosten, Kapazitäten, Standort und bisherige Zuverlässigkeit – dokumentiert in den Bildungsberichten des Landkreises – berücksichtigt.

Durch die Ausweitung erhalten mehr Familien Zugang zu einer ganztägigen Betreuung ihrer Kinder, sowohl während der Schulzeit als auch in den Ferien. Mit der nahenden Frist für die Bewerbungen der Träger strebt der Landkreis an, die Verträge rechtzeitig vor Beginn des neuen Systems abzuschließen. Die Initiative ist Teil einer übergeordneten Strategie, die Unterstützung für Grundschulkinder in der gesamten Region zu stärken.