02 April 2026, 18:14

BSI und Länder bündeln Kräfte gegen die wachsende Cybergefahr in Deutschland

Logo der United States Army Cyber Center of Excellence, Fort Eisenhower, mit einem blauen Kreis, einem weißen Stern, einem weißen Rand und der Inschrift "Forge and Project Cyber Power" in fetter schwarzer Schrift darunter.

BSI und Länder bündeln Kräfte gegen die wachsende Cybergefahr in Deutschland

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die 16 Länder stärken Zusammenarbeit gegen wachsende Cyberbedrohungen

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die 16 Bundesländer haben ihre Partnerschaft ausgebaut, um der zunehmenden Gefahr durch Cyberangriffe entgegenzutreten. Die vom Bundesinnenministerium (BMI) unterstützte Vereinbarung sieht eine engere Zusammenarbeit in acht zentralen Bereichen vor, darunter Wissensaustausch, Schulungen und Krisenmanagement. Behördenvertreter betonen, dass eine intensivere Teamarbeit unerlässlich ist, um die öffentliche Verwaltung und kritische Infrastrukturen vor digitalen Attacken zu schützen.

Die Kooperation zeigt bereits nach fünf Jahren greifbare Erfolge. Ein wichtiges Ergebnis ist das Projekt Aegis, das im Januar 2026 bewilligt wurde und einen Cyber-Schutzschild für die Landesverwaltung Niedersachsens schafft. Später soll das System auf Kommunen und Hochschulen ausgeweitet werden. Ein weiterer Meilenstein ist das KRITIS-Dachgesetz, das seit Oktober 2024 in Kraft ist und Betreiber kritischer Infrastrukturen durch abgestimmte Maßnahmen von Bund und Ländern zu mehr Resilienz verpflichtet.

Im Rahmen der neuen Vereinbarung werden BSI und Länder gemeinsame Initiativen ausbauen. Dazu gehören Notfall- und Krisenübungen, gemeinsame Werkzeuge zur Bedrohungserkennung sowie der Aufbau eines nationalen Lagebilds zur Cybersicherheit. Die Partnerschaft umfasst zudem Unterstützung nach IT-Sicherheitsvorfällen und Beratung zum Schutz vor Abhörangriffen. Darüber hinaus werden sich beide Seiten auf zentrale IT-Themen wie Cloud Computing und künstliche Intelligenz konzentrieren.

Führungskräfte unterstreichen die Bedeutung dieser Zusammenarbeit. Claudia Plattner, Präsidentin des BSI, erklärte, dass Bund und Länder zusammenarbeiten müssten, um die Cyber-Resilienz Deutschlands zu stärken. Thomas Strobl, stellvertretender Ministerpräsident von Baden-Württemberg, forderte eine enge Abstimmung, um digitale Bedrohungen wirksam zu bekämpfen. Nicole Matthöfer, Präsidentin der Cyberagentur Baden-Württemberg, ergänzte, dass die Kombination aus bundesweiter Expertise und regionalem Know-how die Abwehrkräfte vor Ort stärken werde.

Ziel der erweiterten Partnerschaft ist es, Deutschlands Fähigkeit zur Erkennung, Reaktion und Bewältigung von Cybervorfällen zu verbessern. Gemeinsame Schulungen, geteilte Ressourcen und abgestimmte Strategien bilden das Rückgrat der Initiative. Die Maßnahmen richten sich an Landesverwaltungen, Kommunen, Hochschulen und Betreiber kritischer Infrastrukturen im gesamten Land.

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