Bundestagswahl 2021: Deutschlands historischer Machtwechsel ohne Merkel
Angelo BriemerBundestagswahl 2021: Deutschlands historischer Machtwechsel ohne Merkel
Bundestagswahl am 26. September 2021: Deutschland steht vor einem historischen Wechsel
Am 26. September 2021 findet die Bundestagswahl statt. Die Wählerinnen und Wähler entscheiden über einen neuen Bundeskanzler oder eine neue Bundeskanzlerin – zur Auswahl stehen 54 antretende Parteien. Nach 16 Jahren im Amt tritt Angela Merkel nicht mehr an. Unter den Wahlberechtigten befinden sich rund 1,5 Millionen (Spät-)Aussiedler und russlanddeutsche Zuwanderer aus Russland und der ehemaligen Sowjetunion, deren politische Prioritäten sich oft je nach Generation unterscheiden.
Die Deutschen geben bei der Wahl zwei Stimmen ab: eine für die Direktkandidatinnen und -kandidaten ihres Wahlkreises, eine für eine Partei. Beide Entscheidungen bestimmen mit, wer Merkel im Kanzleramt nachfolgt – denn sie kandidiert nicht erneut.
Unterschiedliche Schwerpunkte je nach Alter
Die politischen Ansichten der Russlanddeutschen variieren stark zwischen den Generationen. Die älteste, die längere Zeit in der Sowjetunion verbracht hat, legt Wert auf Rentenpolitik und Bildung. Gleichzeitig zeigt sie oft weniger Interesse an aktuellen politischen Debatten als jüngere Wähler. Die mittlere Generation setzt sich vor allem für bessere Kinderbetreuung und einen höheren Mindestlohn ein.
Die jüngsten Russlanddeutschen hingegen priorisieren Digitalisierung und Klimaschutz. Trotz dieser Unterschiede blicken viele – über alle Altersgruppen hinweg – positiv auf Merkels lange und stabile Amtszeit zurück.
Während sich ältere Zuwanderer oft distanzierter zu aktuellen politischen Themen verhalten, engagieren sich jüngere Wähler stärker für die Fragen, die Deutschlands Zukunft prägen.
Eine Wahl mit Weichenstellung
Die Bundestagswahl markiert das erste Mal seit über einem Jahrzehnt, dass Deutschland ohne Merkel regiert wird. Die Russlanddeutschen, die einen bedeutenden Anteil der Wahlberechtigten ausmachen, bringen vielfältige Anliegen an die Urnen. Gemeinsam mit der gesamten Wählerschaft entscheiden sie darüber, wer die nächste Bundesregierung stellen wird.






