Bundesweite Razzia deckt 63 Verdachtsfälle illegaler Beschäftigung auf
Angelo BriemerBundesweite Razzia deckt 63 Verdachtsfälle illegaler Beschäftigung auf
Bundesweite Razzia gegen illegale Beschäftigung am 19. September 2025
Am 19. September 2025 fand eine bundesweite Großkontrolle gegen illegale Beschäftigung statt, bei der alle 41 Hauptzollämter in Deutschland überprüft wurden. Auch das Hauptzollamt Lörrach war betroffen – hier deckten die Beamten zahlreiche Verstöße in der Region auf. Im Rahmen der Aktion wurden Mitarbeiter befragt und Betriebe in Offenburg, Freiburg und Lörrach kontrolliert.
Während der Razzia führten 55 Beamte des Hauptzollamts Lörrach in Offenburg, Freiburg und Lörrach insgesamt 107 Personenbefragungen durch und identifizierten mindestens 63 Fälle, die weiterer Ermittlungen bedürfen.
In Lörrach stellte sich heraus, dass ein Mitarbeiter polizeilich zur Fahndung ausgeschrieben war. Drei Beschäftigte arbeiteten ohne die erforderlichen Genehmigungen. Zudem wurde ein Minderjähriger entdeckt, der illegal im Bundesgebiet tätig war.
In einem Freiburger Betrieb beschlagnahmten die Beamten über 26 Kilogramm Shisha-Tabak. Die Kontrollen in diesem Gebiet förderten zudem acht Fälle zutage, in denen der Mindestlohn überprüft werden muss, 22 Fälle mit Verdacht auf nicht abgeführte Sozialabgaben sowie 12 Verdachtsfälle auf illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer.
Vier Unternehmen hatten die Behörden nicht wie vorgeschrieben über neu eingestellte Mitarbeiter informiert, vier weitere führten keine ordnungsgemäßen Arbeitszeitaufzeichnungen. In Offenburg wurden in mehreren Betrieben ausländische Arbeitnehmer ohne gültige Aufenthaltstitel beschäftigt. Unter den Betroffenen befand sich ein irakischer Arbeitnehmer, nach dem zur Feststellung des Aufenthaltsorts gefahndet wurde, sowie ein türkischer Arbeitnehmer, gegen den ein Haftbefehl vorlag.
Offizielle Zahlen zu den rechtlich abgeklärten Fällen nach den Nachkontrollen am 10. März 2026 liegen für die folgenden drei Monate noch nicht vor.
Die Aktion zeigte, dass illegale Beschäftigung und Verstöße gegen Arbeitsvorschriften in der Region weiterhin ein Problem darstellen. Die Behörden ermitteln weiterhin in den 63 gemeldeten Fällen – für betroffene Unternehmen und Arbeitnehmer könnten rechtliche Konsequenzen drohen. Nähere Informationen zu den abgeklärten Fällen werden voraussichtlich in Kürze veröffentlicht.






