Bürgermeisterwahl in Grünwald: Warum drei Wähler Bushido statt den Amtsinhaber wählten
Sylke SchmiedtRapper Bushido bekommt drei Stimmen - Bürgermeisterwahl in Grünwald: Warum drei Wähler Bushido statt den Amtsinhaber wählten
Grünwalds ungewöhnliche Bürgermeisterwahl: Rapper Bushido erhält Stimmen – trotz klarem Sieg des Amtsinhabers
Die beschauliche bayerische Gemeinde Grünwald hat bei ihrer jüngsten Bürgermeisterwahl eine kurieuse Wendung erlebt. Zwar sicherte sich Amtsinhaber Jan Neusiedl mit einem Erdrutschsieg eine weitere Amtszeit, doch drei Wähler trugen auf ihrem Stimmzettel den bürgerlichen Namen des Rappers Bushido ein. Der Künstler, mit richtigem Namen Anis Ferchichi, war erst kürzlich mit seiner Großfamilie in das nobelste Viertel gezogen.
Die Wahl in Grünwald fand am 8. März 2026 statt, wobei Jan Neusiedl mit 84 Prozent der Stimmen deutlich bestätigt wurde. Doch neben den offiziellen Kandidaten tauchten auf den Wahlunterlagen auch einige überraschende Namen auf.
Unter den persönlich Eingetragenen befand sich Bushido – ohne dass er sich offiziell beworben hätte. Drei Einwohner entschieden sich stattdessen für den Rapper. Sein bürgerlicher Name, Anis Ferchichi, stand damit auf dem Stimmzettel neben anderen Prominenten wie Fußballlegende Karl-Heinz Rummenigge und der Politikerin Alice Weidel.
Rummenigge, seit langem in Grünwald ansässig, war bereits seit 25 Jahren dort gemeldet, bevor er seine einzige Stimme bei der Wahl abgab. Bushidos jüngster Umzug in die Gemeinde sorgt derweil für Aufmerksamkeit. Sein neues Domizil, mit einem Wert von 33 Millionen Euro, umfasst 19 Räume auf über 800 Quadratmetern. Der Wechsel soll laut Berichten der Suche nach Privatsphäre und dem Familienleben mit seiner Frau und acht Kindern dienen.
Trotz der persönlichen Stimmen änderte sich nichts am Wahlergebnis: Neusiedls überwältigende Mehrheit garantiert seine weitere Führung in dem wohlhabenden Münchner Vorort.
Die Wahl unterstrich Grünwalds besondere Mischung aus Kommunalpolitik und Prominenz. Während Neusiedls Wiederwahl klar ausfiel, sorgten die Stimmen für Bushido und andere für eine skurrile Randnotiz. Die Gemeinde bleibt ein Anziehungspunkt für vermögende und bekannte Persönlichkeiten – auch wenn ihr Einfluss auf die lokale Politik gering bleibt.






