CDU Baden-Württemberg setzt 2026 auf Sicherheit, Wirtschaft und klare Koalitionsgrenzen
Angelo BriemerCDU Baden-Württemberg setzt 2026 auf Sicherheit, Wirtschaft und klare Koalitionsgrenzen
Die CDU Baden-Württemberg präsentiert ihre Schwerpunkte für die Landtagswahl 2026
Nach 14 Jahren in der Opposition setzt die Christlich Demokratische Union (CDU) in Baden-Württemberg vor der Landtagswahl 2026 auf mehr Sicherheit, wirtschaftliches Wachstum sowie Reformen in Bildung und Digitalpolitik. Spitzenkandidat Manuel Hagel hat klargestellt, dass die Partei künftige Koalitionen weder mit der rechtspopulistischen AfD noch mit der Die Linke eingehen wird.
Die 1945 gegründete CDU ging aus katholischen und bürgerlichen Parteien der Weimarer Republik hervor und prägte die deutsche Politik über Jahrzehnte – seit 1949 stellte sie 53 der 74 Jahre lang den Bundeskanzler. In Baden-Württemberg führte die Partei von 1953 bis 2011 die Landesregierung an, bevor sie in die Opposition wechselte und seit 2016 als kleinerer Koalitionspartner der Grünen fungiert.
Für die anstehende Wahl setzt die CDU auf eine Wirtschaftspolitik, die marktwirtschaftliche Prinzipien mit sozialer Absicherung verbindet. Die Partei fördert Innovation, Start-ups und eine Stärkung der beruflichen Ausbildung, darunter kostenlose Weiterbildung für Meisterbetriebe. Im Bildungsbereich schlägt sie ein mehrgliedriges Schulsystem, ein Handyverbot in Klassenräumen sowie den Ausbau digitaler Kompetenzprogramme vor.
In der Sicherheitspolitik fordert die CDU einen neuen "Sicherheitsrat", um die Zusammenarbeit von Polizei, Katastrophenschutz und Nachrichtendiensten zu verbessern. Geplant sind schärfere Kontrollen im öffentlichen Raum und erweiterte Befugnisse für die Behörden. In Familien- und Migrationsfragen hat die Partei unter Bundesvorsitzendem Friedrich Merz in den letzten Jahren eine kritischere Haltung eingenommen.
Hagels Wahlkampf schließt Bündnisse mit AfD oder Die Linke aus. Stattdessen positioniert sich die CDU als bürgerlich-konservative Alternative mit Fokus auf Wachstum, Fachkräftesicherung und strengere öffentliche Sicherheit.
Die Vorhaben der CDU zeigen den Willen, nach über einem Jahrzehnt in der Opposition in Baden-Württemberg wieder an Einfluss zu gewinnen. Ihre Pläne zu Sicherheit, Bildung und Wirtschaft werden den Wahlkampf 2026 prägen. Die Ablehnung von Koalitionen mit AfD oder Die Linke schränkt jedoch die möglichen Bündnisoptionen ein.