18 February 2026, 23:28

CDU-Frauenanteil steigt leicht – doch die Mitgliederzahlen sinken weiter

Ein Balkendiagramm, das den Geschlechterunterschied bei Fördermitteln und Zuschüssen nach Geschlecht im Jahr 2020-2021 zeigt, mit normalisiertem Haushaltsjahr, unterteilt in Abschnitte für Fördermittel und Zuschüsse, jeweils mit Prozentangaben und zusätzlichen Textinformationen.

CDU-Frauenanteil steigt leicht – doch die Mitgliederzahlen sinken weiter

Die Mitgliederzahl der CDU unter Frauen ist bis Oktober 2025 auf 95.505 gesunken. Trotz dieses Rückgangs verzeichnet die Partei einen leichten Anstieg des Frauenanteils, der nun bei 26,6 % liegt. Bedenken bestehen jedoch weiterhin hinsichtlich der langfristigen Entwicklung und der ungleichen Vertretung in den einzelnen Bundesländern.

2022 führte die CDU eine Frauenquote ein, die vorsieht, dass bis 2029 50 % der Positionen im Parteivorstand mit Frauen besetzt sein müssen. Die Maßnahme soll die anhaltenden Ungleichgewichte innerhalb der Partei ausgleichen. Die stellvertretende Generalsekretärin Christina Stumpp betont, wie eine gleichberechtigte Teilhabe die Entscheidungsfindung und die politischen Ergebnisse verbessert.

Der Frauenanteil variiert zwischen den Landesverbänden stark: Hamburg führt mit 35,2 %, während Niedersachsen mit 24,5 % am Ende der Skala liegt. Auch außerhalb der Parteistrukturen zeigen sich Unterschiede in der Kommunalpolitik: In Sachsen-Anhalt besetzen Frauen nur 14,8 % der kommunalen Ämter, in Hamburg sind es dagegen 34,2 %.

Auf dem anstehenden Bundesparteitag in Stuttgart werden die Delegierten eine paritätische Besetzung des CDU-Präsidiums und der Stellvertreterposten vorantreiben. Der Vorstoß ist Teil der laufenden Bemühungen, die Beteiligung von Frauen auf allen Ebenen zu stärken.

Die aktuellen Zahlen der CDU zeichnen ein gemischtes Bild: Zwar hat die Frauenquote zu bescheidenen Fortschritten geführt, doch die Zahl der weiblichen Mitglieder sinkt weiterhin. Die regionalen Unterschiede und die Kluft in der Kommunalpolitik deuten darauf hin, dass auf dem Weg zu einer ausgewogenen Vertretung noch grundlegende Herausforderungen zu bewältigen sind.