24 February 2026, 06:30

CDU stoppt UNRWA-Hilfen: Radikale Wende mit Folgen für Gaza

Ein Diagramm, das die Konfliktmilderungsfinanzierung in Sudan darstellt und von begleitendem Text ergänzt wird.

CDU stoppt UNRWA-Hilfen: Radikale Wende mit Folgen für Gaza

Die Christlich Demokratische Union (CDU) fordert einen sofortigen Stopp der deutschen und europäischen Finanzhilfen für das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA). Die Entscheidung markiert eine radikale Kehrtwende für eine Partei, die die Organisation einst als einen ihrer größten Geldgeber unterstützte.

Der Beschluss wurde im Februar 2025 auf dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart ohne Gegenstimmen verabschiedet.

Der Vorstoß der CDU folgt wachsenden Bedenken wegen angeblicher Verbindungen des UNRWA zu militanten Gruppen sowie dessen Aktivitäten im Gazastreifen. Parteimitglieder argumentieren, dass Hilfsgelder stattdessen über andere UN-Programme fließen sollten, um strengere Kontrollen und eine bessere Übereinstimmung mit demokratischen Grundsätzen zu gewährleisten.

Laut dem Beschluss verlangt die CDU zudem ein Einfrieren der Zahlungen an die Palästinensische Autonomiebehörde, bis bestimmte Auflagen erfüllt sind. Die Partei besteht darauf, dass künftige Unterstützung ausschließlich nichtgewalttätige, verfassungsmäßige Strukturen in der Region fördern muss.

Israels Außenminister Gideon Sa'ar lobte die Entscheidung als Schritt "moralischer Klarheit". Kritiker warnen hingegen, sie könnte die humanitäre Krise im Gazastreifen verschärfen. Olga Deutsch, Vizepräsidentin der NGO Monitor, unterstützte die Haltung der CDU und verwies auf berichtete Verbindungen des UNRWA zu Terrorismus und Hetze.

Bisher hat kein deutsches Bundesland die Position der CDU offiziell gebilligt. Der Beschluss spiegelt eine breitere Skepsis innerhalb der Partei wider, wie Hilfsgelder in den palästinensischen Gebieten verwaltet werden.

Der Aufruf der CDU, das UNRWA zu entziehen, verändert Deutschlands langjährige Rolle als einer der größten Beitragszahler. Sollte die Bundesregierung oder die EU die Forderung umsetzen, würden Hilfsleistungen über alternative Kanäle umgelenkt.

Gleichzeitig verschärft der Beschluss die Bedingungen für künftige Unterstützung der Palästinensischen Autonomiebehörde und verlangt die Einhaltung demokratischer und gewaltfreier Standards.