13 January 2026, 00:20

Cem Özdemir soll Baden-Württemberg als Ministerpräsident regieren – doch trauen ihm die Wähler das zu?

Ein grünes Plakat mit weißer Schrift, die den Text 'Elections Municipales Quartier de Grenelle F. Pierron-Tassin Candidat' gegen einen weißen Hintergrund zeigt.

Grüne setzen auf Spitzenkandidat Özdemir für Wahlkampf - Cem Özdemir soll Baden-Württemberg als Ministerpräsident regieren – doch trauen ihm die Wähler das zu?

Die Grünen in Baden-Württemberg stellen den erfahrenen Politiker Cem Özdemir in den Mittelpunkt ihrer Wahlkampagne. Der 59-Jährige, der sich selbst als 'anatolischen Schwaben' mit türkischen Migrationshintergrund bezeichnet, wird im Vorfeld der Landtagswahl am 8. März 2026 auf Plakaten im gesamten Land zu sehen sein. Die Kampagne läuft unter dem Slogan 'Özdemir – Der kann das', während der Name und das Logo der Grünen bewusst zurückhaltend platziert sind.

Özdemir schrieb Geschichte als erster Bundestagsabgeordneter und erster Bundesminister mit türkischen Wurzeln. Vor diesem Wahlkampf war er Bundeslandwirtschaftsminister und jahrelang Mitglied des Bundestags.

Die Grünen setzen auf seine hohe Bekanntheit und langjährige politische Erfahrung. Landesparteichef Pascal Haggenmüller betont, dass es in der Wahl um Vertrauen und Kompetenz gehe – Eigenschaften, die Özdemir verkörpere. Die Plakate thematisieren Politik, Klimaschutz und Bildung, doch die Parteimarke bleibt dezent. Angesichts des neuen Wahlsystems in Baden-Württemberg werben die Grünen dafür, die Zweitstimme für eine Stärkung der Partei zu nutzen. Ihr Ziel: stärkste Fraktion im Landtag werden und Özdemir zum Ministerpräsidenten wählen.

Während die CDU ankündigt, alle Direktmandate anstreben zu wollen, sehen die Grünen die Chance, vor allem in Großstädten Sitze zurückzugewinnen – viele davon hatten sie zuletzt bei der Landtagswahl 2021 gewonnen.

Die Strategie der Grünen konzentriert sich auf Özdemirs Profil und politische Bilanz. Gelingt der Plan, könnten sie über die Zweitstimmen genug Unterstützung mobilisieren, um ihn an die Spitze zu bringen. Entscheidend wird sein, ob die Wählerinnen und Wähler auf Erfahrung setzen und die von den Grünen gesetzten Themen priorisieren.