06 February 2026, 08:42

Christoph Reisinger übernimmt Chefredaktion der Schwäbischen Zeitung zum Jahreswechsel

Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Überschrift "Weitpreubliche Zeitung", die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht zeigt, die zu feiern scheinen.

Christoph Reisinger übernimmt Chefredaktion der Schwäbischen Zeitung zum Jahreswechsel

Christoph Reisinger hat die Leitung der Schwäbischen Zeitung in Ravensburg als neuer Chefredakteur übernommen. Seine Ernennung, die zum 1. Januar 2026 in Kraft tritt, macht ihn zugleich zum Vorsitzenden der Chefredaktion der SV-Gruppe. Der Wechsel folgt auf die interimistische Führung durch Gabriel Kords nach dem Tod des bisherigen Chefredakteurs Jürgen Mladek.

Reisinger bringt umfangreiche Erfahrungen mit: Seit 2011 war er Chefredakteur sowohl der Stuttgarter Nachrichten als auch des Schwarzwälder Boten und leitete in dieser Zeit den größten Zeitungsverlag Süddeutschlands. Sein akademischer Werdegang umfasst Studien der Geschichte, Politikwissenschaft und Italienisch sowie eine Promotion in mittelalterlicher Geschichte.

Der neue Chefredakteur hat klare Ziele für seine Amtszeit gesetzt. Er will alle Titel der Gruppe stärken und deren treue Leserschaft durch eine Mischung aus bewährten und innovativen journalistischen Formaten ausbauen. Gabriel Kords, der die Position kommissarisch innehatte, wird künftig als stellvertretender Vorsitzender der Chefredaktion fungieren und bleibt gleichzeitig Geschäftsführer der SV Medienproduktion.

Die Schwäbische Zeitung steht derzeit vor einem schwierigen Printmarkt. Die Auflage sank im vergangenen Jahr um 8,1 % auf 120.105 Exemplare, wobei 95,7 % davon Abonnements sind. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre betrug der jährliche Rückgang 3,3 %. Die digitalen Nutzungszahlen steigen hingegen weiter an. Lutz Schumacher, Vorstandsvorsitzender der SV-Gruppe, begrüßte Reisinger und lobte dessen Erfahrungen sowie seine starken regionalen Bezüge.

Die Chefredaktion bleibt in ihrer bisherigen Besetzung: Jan David Sutthoff, Robin Halle und Carsten Schönebeck behalten ihre jeweiligen Positionen.

Reisingers Amtszeit beginnt in einer Phase des Wandels im Medienkonsum, geprägt von sinkenden Printauflagen, aber wachsender digitaler Nutzung. Seine Berufung ist ein strategischer Schritt der SV-Gruppe, um ihre Publikationen zu stabilisieren und auszubauen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich seine Pläne für journalistische Innovationen in den Titeln der Gruppe umsetzen lassen.