Critical Mass in Mössingen beendet Kampagne – was bleibt nach vier Jahren Radprotest?
Hiltraud HamannCritical Mass in Mössingen beendet Kampagne – was bleibt nach vier Jahren Radprotest?
Radinitiative Critical Mass in Mössingen beendet nach vier Jahren Kampagne für bessere Fahrradinfrastruktur
Nach vier Jahren Einsatz für eine fahrradfreundlichere Stadt hat die Radinitiative Critical Mass in Mössingen ihre jüngste Kampagne abgeschlossen. Rund 50 Radfahrer nahmen an der letzten Tour teil und setzten damit vorerst einen Schlussstrich unter die regelmäßigen Protestfahrten. Die Gruppe hatte sich seit Langem für sichere Radwege und eine stärkere Rolle des Fahrrads im Alltagsverkehr eingesetzt.
Seit 2022 arbeitete Critical Mass daran, das Radfahren zu einem zentralen Bestandteil des Verkehrssystems in Mössingen zu machen. Zu ihren Forderungen gehörten ein eigener Haushaltsposten für den Ausbau des Radwegenetzes, mehr Bürgerbeteiligung bei der Planung von Infrastrukturprojekten sowie eine bessere Verknüpfung von Fahrrad, Bus und Bahn. Die Stadt reagierte in den vergangenen vier Jahren mit mehreren Maßnahmen.
2023 und 2024 entstanden entlang der Hauptstraße und der Schulstraße 2,5 Kilometer geschützte Radspuren. Im folgenden Jahr wurden am Bahnhof 50 neue Fahrradständer aufgestellt. Bis 2026 gilt in allen Wohngebieten ein Tempo-30-Limit, um die Sicherheit von Radfahrern zu erhöhen.
Die Initiative rief die Bürger zudem dazu auf, das Fahrrad im Alltag für Wege zur Arbeit, zum Einkaufen oder zur Schule zu nutzen. Im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit warb sie für das Rad als einfache und klimafreundliche Alternative zum Auto.
Die Bemühungen von Critical Mass haben sichtbare Fortschritte im Mössinger Radwegenetz gebracht: Geschützte Spuren, mehr Abstellmöglichkeiten und verlangsamter Verkehr sollen das Radfahren sicherer und attraktiver machen. Zwar pausiert die Gruppe vorerst mit ihren Fahrten – doch die von ihr angestoßenen Veränderungen bleiben bestehen.






