16 March 2026, 18:21

Die Linke verfehlt Landtagseinzug in Baden-Württemberg – doch junge Wähler:innen beflügeln die Partei

Ein Blatt mit der Aufschrift "Newtown Market Hall, die Wahl, Mr. Williams' Proposition für gegen Mehrheit" darauf.

Die Linke verfehlt Landtagseinzug in Baden-Württemberg – doch junge Wähler:innen beflügeln die Partei

Die Linke erreichte bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 einen Stimmenanteil von 4,4 Prozent. Obwohl das Ergebnis hinter den Erwartungen der Partei zurückblieb, bezeichnete die Landesvorsitzende Ines Schwerdtner es als historischen Erfolg. Besonders in Großstädten und bei jüngeren Wähler:innen verzeichnete die Partei deutliche Zuwächse, während die Mitgliederzahlen stark stiegen.

Ursprünglich hatte sich Die Linke ein Ergebnis von sechs bis sieben Prozent erhofft, um in den Landtag einzuziehen. Mit 4,4 Prozent verfehlte sie jedoch die Fünf-Prozent-Hürde. Dennoch schnitt die Partei in urbanen Zentren wie Freiburg, Tübingen, Heidelberg und Karlsruhe überdurchschnittlich ab und lag dort deutlich über ihrem Landesergebnis.

Bei den 16- bis 24-Jährigen kam Die Linke auf 13 Prozent der Stimmen. Auch die Mitgliederzahlen in Baden-Württemberg stiegen rasant an: von 4.400 Ende 2024 auf mittlerweile über 10.000.

Bei den Kommunalwahlen in Bayern legte die Partei ebenfalls deutlich zu. Die Zahl der Wähler:innen, die Die Linke unterstützten, stieg von etwa 87.000 auf rund 213.000. Nun ist sie in 66 der 71 bayerischen Kreistage vertreten und hat über 300 Sitze in Gemeindevertretungen errungen – eine Verdopplung im Vergleich zu früheren Wahlen.

Für die Zukunft plant die Partei, ihre lokale Verankerung weiter auszubauen und sich auf soziale Themen zu konzentrieren. Gleichzeitig betonen die Verantwortlichen, das politische Profil der Partei schärfer zu konturieren und die Unterstützung in ländlichen Regionen zu verstärken, um bei künftigen Wahlen keine Wähler:innen zu verlieren.

Obwohl Die Linke den Einzug in den baden-württembergischen Landtag verpasste, konnte sie in Städten und bei jungen Menschen punkten. Mit wachsenden Mitgliederzahlen und kommunalen Erfolgen in Bayern bereitet sich die Partei nun auf die Landtagswahl 2028 vor. Dabei setzen die Verantwortlichen auf eine stärkere Präsenz im ländlichen Raum und ein klareres politisches Profil, um den Aufwärtstrend zu halten.

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