15 April 2026, 10:13

Eltern finanzieren Tablets für Schulen – und beschleunigen die digitale Bildung

Kinder sitzen an Tischen und nutzen Tablets in einem Klassenzimmer mit Erwachsenen in der Nähe und Bildungsplakaten an der Wand.

Eltern finanzieren Tablets für Schulen – und beschleunigen die digitale Bildung

Immer mehr Schulen in Deutschland setzen auf elternfinanzierte Tablet-Programme, um die digitale Bildung zu beschleunigen. Angesichts unsicherer öffentlicher Mittel und bürokratischer Hürden, die den Fortschritt bremsen, bietet dieses Modell einen schnelleren und flexibleren Weg, Klassenzimmer mit der nötigen Technik auszustatten. Über 80 Prozent der seit 2020 eingerichteten Tablet-Klassen nutzen mittlerweile diesen Ansatz, der elterliche Beiträge mit Unterstützung der Schulbehörden kombiniert.

Das elternfinanzierte Modell gewinnt an Fahrt, während Schulträger mit Verzögerungen bei staatlichen Fördergeldern kämpfen. Der Zusammenbruch der deutschen Ampelkoalition und der blockierte Bundeshaushalt für 2025 haben zahlreiche Digitalisierungsinitiativen im Bildungsbereich in der Schwebe gelassen. Als Reaktion darauf haben mehr als 20 Schulbehörden in über 70 Schulen ein gemischtes Finanzierungsmodell eingeführt: Die Eltern übernehmen den Großteil der Kosten, während die Behörden einen Festbetrag beisteuern – in der Regel etwa 100 Euro pro Gerät.

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Dieser Ansatz gibt den Schulen planbare Budgets und verringert die Abhängigkeit von unberechenbaren öffentlichen Zuschüssen. Eltern profitieren von der Flexibilität: Sie können selbst entscheiden, welche Zubehörteile enthalten sind, und die Tablets sowohl für schulische als auch private Zwecke nutzen. Familien mit Bezug zu Sozialleistungen haben zudem die Möglichkeit, über Jobcenter Zuschüsse zu beantragen, was den Zugang für eine breitere Schicht sichert.

Um die Geräte sicher und gut verwaltet zu halten, lagern viele Schulen die Wartung an externe Mobile-Device-Management-Systeme (MDM) aus. Für etwa 30 Euro pro Gerät und Jahr übernehmen diese Systeme Updates, Sicherheit und technischen Support – und machen das Programm so langfristig tragfähiger.

Das elternfinanzierte Tablet-Modell hat sich mittlerweile zu einem zentralen Motor der digitalen Bildung an deutschen Schulen entwickelt. Es durchbricht bürokratische Hemmnisse, stabilisiert die Finanzen und sorgt dafür, dass die Geräte schnell bei den Schülerinnen und Schülern ankommen. Mit über 80 Prozent der neu eingerichteten Tablet-Klassen, die auf diese Methode setzen, ist es zu einer praktikablen Lösung in Zeiten anhaltender Finanzierungsunsicherheiten geworden.

Quelle