EnBW lotet Minderheitsbeteiligung an TransnetBW für Milliardeninvestitionen aus
Sylke SchmiedtEnBW lotet Minderheitsbeteiligung an TransnetBW für Milliardeninvestitionen aus
Der Energiekonzern EnBW prüft eine Partnerschaft für seine Netztochter TransnetBW. Das Unternehmen könnte einen Minderheitsanteil von bis zu 49 Prozent an einen langfristigen Finanzinvestor veräußern. Selbst mit diesem Schritt bliebe EnBW jedoch mehrheitlich an dem Geschäftsbereich beteiligt.
TransnetBW betreibt ein überregionales Stromnetz, das oft als "Rückgrat der Energiewende" in Baden-Württemberg und darüber hinaus bezeichnet wird. Sein Netz spielt eine zentrale Rolle beim Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland.
In den vergangenen Jahren hat EnBW bereits mehrere Großprojekte für externe Partner geöffnet. Der aktuelle Vorstoß folgt einer übergeordneten Strategie, kapitalintensive Vorhaben gemeinsam mit Investoren zu stemmen. Die durch eine mögliche Transaktion generierten Mittel sollen in das Wachstum des gesamten Portfolios fließen.
Zwischen 2021 und 2025 hat EnBW Investitionen in Höhe von rund 12 Milliarden Euro eingeplant. Davon entfallen über die Hälfte – mehr als 6 Milliarden Euro – auf Strom- und Gasnetze.
Der geplante Anteilverkauf würde externes Kapital einbringen, während TransnetBW unter der mehrheitlichen Kontrolle von EnBW bliebe. Die Erlöse aus dem Geschäft sollen die weitere Expansion der Energieinfrastruktur unterstützen. Der Fokus des Investitionsplans liegt weiterhin auf der Stärkung der Kerngeschäftsbereiche.






