22 December 2025, 10:48

Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf

Ein Tisch mit einer Vase und einigen Spielzeugen darauf.

Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf - Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf

Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf

Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf

Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf

  1. November 2025, 13:41 Uhr

Eine große, aufwendig gestaltete Vase, die Mutter und Sohn Jutta und Jason Kunze mit in die Sendung Bares für Rares brachten, stand im Mittelpunkt einer aktuellen Folge. Das Duo hatte auf einen lukrativen Verkauf gehofft, doch die Gebote blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Zunächst für eine Familienurne gehalten, birgt das Stück sowohl emotionalen Wert als auch eine überraschende Geschichte.

Jutta Kunze und ihr Sohn Jason präsentierten eine auffällige Vase im Stil traditioneller deutscher Töpferei aus der Lauscha-Region – handgefertigt von Jutta selbst, inspiriert von ihren deutschen Wurzeln. Moderator Horst Lichter scherzte zunächst, es könnte sich um eine Urne handeln, und fügte humorvoll hinzu, sie sehe groß genug aus, um mehr als einen Verstorbenen aufzunehmen.

Experte Colmar Schulte-Goltz enthüllte später, dass es sich tatsächlich um ein fein gearbeitetes Stück der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) aus dem Jahr 1921 handle. Während der Korpus original sei, stamme die Bemalung aus späterer Zeit. Jutta erzählte eine amüsante Kindheitserinnerung: Ihre Mutter habe sie einst mit dem Deckel der Vase erschreckt, indem sie vorgab, darin sitze ein Frosch. Die Kunzes hatten sich einen Verkaufspreis von 1.000 Euro erhofft. Doch Schulte-Goltz dämpfte die Erwartungen und schätzte den Wert aufgrund der aktuellen Marktsituation auf lediglich 400 bis 450 Euro. Als die Bietrunde begann, bot Händler Walter „Waldi“ Lehnertz nur 80 Euro, während Konkurrent Ferdinand Resul Adanir kaum Interesse an einer Preiserhöhung zeigte. Juttas Befürchtungen bewahrheiteten sich – enttäuscht mussten sie das niedrige Ergebnis hinnehmen.

Trotz des enttäuschenden Ergebnisses beschlossen die Kunzes, die Vase mit nach Hause zu nehmen. Statt sie zu verkaufen, wollen sie sie künftig als Blumen vase nutzen – allerdings ohne den Deckel, der zu viele verspielte Erinnerungen birgt.

Am Ende verließen sie die Sendung ohne den erhofften Gewinn, dafür aber mit einem dekorativen Stück für ihr Zuhause und einer Geschichte, die sie künftig erzählen können. Die Folge zeigte einmal mehr, wie schwer es sein kann, Erbstücke mit emotionalem Wert in Bares für Rares gewinnbringend zu veräußern.