06 January 2026, 16:58

FDP-Chef Dürr fordert Verdopplung der Grundschulausgaben auf 1,5 Prozent des BIP

Ein Junge in einer grauen und schwarzen Jacke isst mit Stäbchen in einem Klassenzimmer, mit anderen Kindern hinter ihm, einer grünen und weißen Wand, Lehrplakaten an einer weißen Wand, einer braunen Tür und einer Wanduhr.

FDP-Vorsitzender Dürr fordert Verdopplung der Grundschulförderung - FDP-Chef Dürr fordert Verdopplung der Grundschulausgaben auf 1,5 Prozent des BIP

Christian Dürr, Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), hat vorgeschlagen, die Ausgaben Deutschlands für Grundschulen zu verdoppeln. Seiner Ansicht nach würde eine Erhöhung der Investitionen auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) eine bessere frühkindliche Bildung sichern. Derzeit gibt Deutschland nur 0,75 Prozent seines BIP für diesen Bildungsbereich aus.

Dürr betonte die Notwendigkeit einer stärkeren finanziellen Förderung zu Beginn der Schullaufbahn eines Kindes. Als Vorbild nannte er Nachbarländer wie Norwegen und Dänemark, die jeweils 2,0 bzw. 1,5 Prozent ihres BIP in Grundschulen investieren. Sein Vorschlag würde Deutschland näher an diese Werte heranführen.

Laut Dürr ließe sich die Finanzierung der Erhöhung durch einen geringen Anteil der Sondervermögen der Bundesregierung decken. Konkret verwies er darauf, dass ein Zwanzigstel dieser Rücklagen ausreichen würde, um die Kosten zu tragen. Das aktuelle Bildungsetat fällt in den Zuständigkeitsbereich von Bundesbildungsministerin Karin Prien, wobei es bisher keine aktuellen Meldungen zur BIP-Verteilung gibt. Der Vorstoß ist Teil einer breiteren Debatte über die Verbesserung des deutschen Bildungssystems. Dürrs Fokus liegt darauf, von Anfang an hochwertige Lernbedingungen zu gewährleisten.

Sollte der Plan umgesetzt werden, würde die Finanzierung der deutschen Grundschulen auf das aktuelle Niveau Dänemarks steigen. Gleichzeitig würde sich die Lücke zu den höheren Investitionen Norwegens verringern. Der Vorschlag muss nun in weiteren Diskussionen zwischen Politikern und Bildungsexperten beraten werden.