Freiburg verbietet Winterbaden in Flüssen zum Schutz der Fischbestände
Dietlind Grein GrothFreiburg verbietet Winterbaden in Flüssen zum Schutz der Fischbestände
Freiburg führt saisonale Badeverbote in natürlichen Gewässern ein, um Fische während der Laichzeit zu schützen
Die neuen Regelungen gelten bis zum 30. April und schränken ein, wo Anwohnerinnen und Anwohner im Winter baden dürfen. Einige ausgewiesene Seen bleiben geöffnet, doch die meisten Flüsse und kleineren Wasserläufe sind für Schwimmer gesperrt.
Die Stadt hat das Baden in allen Flüssen und Bächen verboten – mit einer Ausnahme: Ein Abschnitt der Dreisam bleibt zugänglich. Winterbadende dürfen dort nur zwischen der Kronenbrücke und dem Café Extrablatt ins Wasser, wo der Flussgrund befestigt ist. An allen anderen Stellen bleibt das Verbot bestehen, um die Fischbestände zu schonen.
Wer trotzdem schwimmen möchte, kann auf sechs Seen ausweichen: Flückigersee, Tunisee, Silbersee, Moosweiher, die Opfinger Seen und der Dietenbachsee stehen weiterhin offen. Schwimmkurse finden unterdessen in zwei Hallenbädern statt. Das Lehrschwimmbecken im FT Sportpark an der Schwarzwaldstraße und das Hallenbad Haslach bieten auch im Winter Kurse an – außer in den Schulferien.
Die Einschränkungen gelten bis Ende April, danach kehren die üblichen Baderegeln zurück. Bis dahin müssen sich die Freiburger an die freigegebenen Seen oder die Indoor-Pools halten. Die Maßnahmen sollen Freizeitspaß und Artenschutz während der wichtigen Laichzeit in Einklang bringen.