Gefrorene Seen locken – doch das Eis trägt oft nicht
Kälteeinbruch lässt Seen in der Region zufrieren – doch das Betreten ist riskant
Ein jüngster Kälteeinbruch hat die Seen in der Region zufrieren lassen und lockt Scharen von Menschen an, die es kaum erwarten können, auf dem Eis Schlittschuh zu laufen. Während Gewässer wie der Gnadensee, der Hirschauer Baggersee und der Riedsee bereits Besucher anziehen, die die gefrorenen Flächen ausprobieren, warnen Behörden vor ernsten Gefahren. Ohne genaue Messungen bleibt die Tragfähigkeit des Eises ungewiss.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät dazu, dass das Eis bei stehendem Gewässer mindestens 15 Zentimeter und bei fließendem Wasser sogar 20 Zentimeter dick sein sollte, bevor man es betritt. Klare, feste Eisschichten von 10 bis 15 Zentimeter gelten zwar in der Regel als sicher – doch aktuelle Daten zur Eisdicke am Gnadensee oder ähnlichen Seen liegen nicht vor.
Bevor man sich auf zugefrorene Gewässer wagt, sollte man auf Warnsignale achten: Risse, austretendes Wasser oder dunkle Stellen im Eis deuten auf Instabilität hin. Selbst das Gehen auf ungetestetem Eis kann gefährlich sein, nicht nur das Schlittschuhlaufen. Viele Seen, darunter auch der Gnadensee, wurden bisher nicht offiziell für sicher erklärt. Wer natürlichem Eis misstraut, findet auf kontrollierten Eisbahnen eine sichere Alternative. Die Eisfläche am Überlinger Landungsplatz bietet beispielsweise ein überwachtes Umfeld zum Schlittschuhlaufen – ganz ohne die Risiken, die gefrorene Seen mit sich bringen.
Da keine offiziellen Messungen zur Eisdicke vorliegen, bleibt das Betreten von Seen wie dem Gnadensee ein Glücksspiel. Die Behörden appellieren an die Vorsicht und raten dazu, auf zugelassene Eisbahnen auszuweichen. Ohne vorherige Prüfung könnte das Eis das Gewicht nicht tragen – mit der Gefahr, dass Schlittschuhläufer einbrechen.