24 December 2025, 06:52

Gemeinsame Presseerklärung: Stadt und Landkreis Ludwigsburg - Endlich frei für das zweite Frauenhaus in Ludwigsburg

Zwei Frauen und ein Junge vor einem mit Tuch bedeckten Tisch mit einer Fahne, auf dem Kleidung liegt, mit Bäumen, einem Gebäude und einer Schaufensterpuppe mit einer Fahne im Hintergrund.

Gemeinsame Presseerklärung: Stadt und Landkreis Ludwigsburg - Endlich frei für das zweite Frauenhaus in Ludwigsburg

Bis zum Frühjahr 2026 wird in Ludwigsburg ein zweites Frauen- und Kinderhaus seine Türen öffnen. Das von dem Verein Frauen für Frauen getragene Projekt erhält vom Land Baden-Württemberg eine Förderung in Höhe von 2,8 Millionen Euro. Lokale Politiker:innen und Aktivist:innen begrüßen den Schritt als wichtigen Meilenstein zum Schutz gefährdeter Familien.

Der Verein Frauen für Frauen, geleitet von Arezoo Shoaleh, hatte sich jahrelang für die Einrichtung der neuen Schutzstelle eingesetzt. Entscheidenden Auftrieb erhielt die Initiative, als das Land 2,8 Millionen Euro für Sanierungsarbeiten, Ausstattung und langfristige Mietermäßigungen zusagte. Die Freigabe der Mittel war jedoch an eine finanzielle Beteiligung der Stadt geknüpft.

Die Stadt Ludwigsburg sicherte daraufhin eine Bürgschaft zu, wodurch die Landesgelder fließen konnten. Der Gemeinderat billigte die Bürgschaft später und sicherte sie gegen mögliche Kreditausfälle ab. Der Landkreis steuerte zusätzlich 500.000 Euro bei, während der Verein die verbleibende Finanzierungslücke über eine Stiftung schloss.

Landrat Dietmar Allgaier lobte das Engagement und betonte, dass das Projekt den Schutz von Frauen und Kindern im gesamten Landkreis Ludwigsburg stärken werde. Nach der Inbetriebnahme wird die Einrichtung Krisenintervention, Kinderschutz und Maßnahmen zur Förderung der Gleichberechtigung anbieten. Zudem trägt sie dazu bei, die Verpflichtungen aus der Istanbul-Konvention zu erfüllen, indem sie Opfer akuter häuslicher Gewalt aufnimmt.

Die Eröffnung des Frauen- und Kinderhauses ist für Anfang 2026 geplant und erweitert damit das Angebot an dringend benötigten Unterstützungsleistungen in der Region. Mit gesicherten Mitteln aus Land, Stadt und privater Hand wird das Projekt akute Lücken in der sozialen Fürsorge und der Gewaltprävention schließen. Die Einrichtung wird eine zentrale Anlaufstelle für Familien in Notlagen sein.