Gil Ofarim gewinnt 100.000 Euro – doch sein Image bleibt umstritten
Angelo BriemerGil Ofarim entschuldigt sich diskret bei Dschungelcamp-Wiedervereinigungsshow - Gil Ofarim gewinnt 100.000 Euro – doch sein Image bleibt umstritten
Gil Ofarim hat die 2026-Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! gewonnen und sich damit ein Preisgeld von 100.000 Euro gesichert. Sein Sieg kam trotz anhaltender Kontroversen um frühere Äußerungen, die während seines Dschungelaufenthalts wieder aufkamen. Zuschauer und Mitkandidaten hinterfragten sein Verhalten, sodass sein öffentliches Image weiterhin auf dem Prüfstand steht.
Der Weg des Sängers durch die Show verlief alles andere als reibungslos. Die wiederholte Kritik seiner Mitkandidatin Ariel an Ofarim könnte ihm ungewollt zum Vorteil gereicht haben, während Hubert Feller überraschend die interne Camp-Abstimmung zum "Dschungelkönig" gewann – und Ofarim damit auf dem letzten Platz zurückließ. Seine Körpersprache deutete oft darauf hin, dass er die Show möglichst schnell verlassen wollte, und er wirkte sichtbar unwohl, wenn er zu seinen früheren Aussagen befragt wurde.
In der Nachshow lieferte Ofarim eine halbherzige Entschuldigung für seine "unglückliche Wortwahl" ab und schob Müdigkeit und Hunger als Grund für seine "bedauerlichen" Formulierungen vor. Die Stellungnahme erinnerte an frühere Entschuldigungen, die er bereits im Dschungel sowie in einem separaten RTL-Interview mit Frauke Ludowig abgegeben hatte. Unterdessen räumte Produzent Jan Köppen ein, dass der Sender es versäumt habe, Ofarims fragwürdige Aussagen während der Ausstrahlungen kritisch zu hinterfragen.
Später gab Ofarim zu, sich von den ständigen Fragen zum Vorfall 2021 in einem Leipziger Hotel überfordert gefühlt zu haben – ein Thema, das seinen Auftritt in der Show überschattete. Viele vermuten, dass sein Dschungel-Abenteuer vor allem dem Ziel diente, seine Karriere wiederzubeleben, wobei das Preisgeld von 100.000 Euro nun als finanzieller Schub dienen könnte.
Trotz des Siegs verlässt Ofarim den Dschungel mit anhaltenden Zweifeln an seinem Verhalten. Seine wiederholten Entschuldigungen konnten die Vorbehalte kaum ausräumen – besonders im Vergleich zu seinen Handlungen im Jahr 2021. Die 100.000 Euro mögen ihm bei einem Neuanfang helfen, doch an seinem Ruf muss er weiter arbeiten.