08 February 2026, 02:36

Gil Ofarim schweigt zum Davidstern-Skandal – 70.000 Euro und eine Schweigepflicht später

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon und wird als Generalstaatsanwalt identifiziert.

Das ist, was Gil Ofarims Anwälte ihm vor dem Dschungelcamp empfahlen - Gil Ofarim schweigt zum Davidstern-Skandal – 70.000 Euro und eine Schweigepflicht später

Gil Ofarim verweigert sich, über den Davidstern-Skandal zu sprechen, in den er 2021 verwickelt war. Der Musiker begründete sein Schweigen mit einer vertraglichen Verschwiegenheitsklausel. Seine Anwälte bestätigten, dass rechtliche Auflagen ihm verbieten, den Fall öffentlich zu kommentieren.

Der Streit begann nach einem Vorfall in einem Leipziger Hotel, bei dem Ofarim einen Mitarbeiter des Antisemitismus bezichtigte. Der Fall endete später mit einem gerichtlichen Vergleich, in dem Ofarim dem Hotelangestellten 20.000 Euro als Schmerzensgeld zahlen musste. Ursprünglich waren 40.000 Euro gefordert worden, doch durch Verhandlungen wurde die Summe reduziert.

Zusätzlich zur Entschädigung musste Ofarim 10.000 Euro an die Israelitische Religionsgemeinde Leipzig überweisen. Weitere 10.000 Euro gingen an den Verein 'Haus der Wannsee-Konferenz', eine Gedenkstätte. Zusammen mit den Anwaltskosten beliefen sich die Gesamtkosten des Verfahrens auf etwa 70.000 Euro.

Alexander Stevens, einer von Ofarims Anwälten, bestätigte das Bestehen einer Unterlassungserklärung sowie einer Schweigepflicht. Das Jurateam hatte dem Sänger zudem geraten, sich während seiner Teilnahme an 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' nicht zum Fall zu äußern, um weitere Komplikationen zu vermeiden.

Der Vergleich beendete zwar den Rechtsstreit, doch die Auflagen hindern Ofarim daran, sich öffentlich dazu zu äußern. Zu den finanziellen Verpflichtungen zählten direkte Entschädigungszahlungen, Spenden und Prozesskosten. Der Fall bleibt für den Künstler unter den vereinbarten Bedingungen ein Tabuthema.