Göppingen erklärt Innenstadt nach Schüssen in Bäckerei zur waffenfreien Zone
Hiltraud HamannNach Gewalt: Göppingen errichtet Waffenverbotszone - Göppingen erklärt Innenstadt nach Schüssen in Bäckerei zur waffenfreien Zone
Göppingen führt ab diesem Donnerstag eine waffenfreie Zone in der Innenstadt ein. Die Maßnahme erfolgt nach zwei jüngsten Vorfällen mit Schusswaffen, darunter ein Schusswechsel in einer Bäckerei Mitte Januar. Die Behörden wollen mit dem Verbot von Schusswaffen und Messern bis Ende April die Gewalt eindämmen.
Der Beschluss folgt auf zwei getrennte Angriffe in der Stadt. Mitte Januar wurden in der Innenstadt Schüsse auf eine Bäckerei abgegeben, woraufhin zwei Verdächtige festgenommen wurden. Nur wenige Wochen später feuerte ein unbekannter Mann in einer örtlichen Kneipe mehrere Schüsse ab – Verletzte gab es dabei nicht.
Die Polizei prüft mögliche Verbindungen zu bandenbedingter Gewalt in der gesamten Region Stuttgart. Göppingens Schritt entspricht ähnlichen Regelungen in anderen baden-württembergischen Städten wie Stuttgart und Mannheim, wo Waffenverbote Teil umfassender Sicherheitsmaßnahmen sind.
Das vorläufige Verbot gilt für das Zentrum und bleibt bis Ende April in Kraft. Ob die Regelung verlängert oder dauerhaft eingeführt wird, ließen die Behörden offen.
Die waffenfreie Zone tritt am Donnerstag in Kraft und läuft bis zum 30. April. In dem ausgewiesenen Innenstadtbereich sind das Tragen von Schusswaffen und Messern untersagt. Mit der Entscheidung reagiert die Stadt direkt auf die jüngsten bewaffneten Vorfälle und anhaltende Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit.