04 April 2026, 16:13

Großrazzia auf Baustellen: 70 Ermittler prüfen 266 Beschäftigte in Ulm und Umgebung

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter vor einer Berg- und Baumkulisse, mit dem Text "Was unser freier Handel bedeutet - britischer Granitarbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Großrazzia auf Baustellen: 70 Ermittler prüfen 266 Beschäftigte in Ulm und Umgebung

Behörden in Ulm haben groß angelegte Kontrollen auf Baustellen in der Region durchgeführt. Ein Team von 70 Ermittlern der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) überprüfte 266 Beschäftigte an 16 verschiedenen Standorten. Die Aktion war Teil routinemäßiger, anlassunabhängiger Kontrollen, die sowohl kleine als auch große Bauprojekte betrafen.

Die Inspektionen fanden in Ulm, Aalen, Friedrichshafen und Pfullingen statt. Die Ermittler prüften die Geschäftsunterlagen von 12 Arbeitgebern und begutachteten vor Ort die Arbeitsbedingungen. Dabei wurden 14 Verdachtsfälle auf Verstöße gegen den Mindestlohn sowie 7 mögliche Fälle von Schwarzarbeit festgestellt.

Zudem gab es Hinweise auf 10 mutmaßliche Scheinselbstständigkeiten und 6 Meldeverstöße. Obwohl die Datenauswertung noch läuft, haben die Behörden bereits in 41 Fällen konkrete Ansatzpunkte identifiziert. Bisher wurden jedoch keine offiziellen Anklagen oder rechtlichen Schritte gegen Arbeitgeber eingeleitet, da die Ermittlungen noch andauern.

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Ziel der Aktion war es, die Einhaltung der Arbeitsgesetze und faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Alle kontrollierten Standorte wurden zufällig ausgewählt, ohne vorherigen Verdacht auf Fehlverhalten.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit wertet die Ergebnisse der Kontrollen weiterhin aus. Weitere Maßnahmen hängen von den noch ausstehenden Ermittlungsergebnissen ab. Bisher wurden keine offiziellen Berichte an die zuständigen Stellen übermittelt.

Quelle