25 December 2025, 10:37

Gutach wird zur *großen Bollenhutgemeinde* – ein historischer Titel für den Schwarzwald

Eine Vogelperspektive auf eine Stadt mit Bäumen und kleinen Holzhäusern im Vordergrund, einer kleinen Straße in der Mitte und vielen Bäumen im Hintergrund.

Gutach wird zur *großen Bollenhutgemeinde* – ein historischer Titel für den Schwarzwald

Gutach, ein kleines Städtchen im Schwarzwald, wird bald offiziell als große Bollenhutgemeinde bekannt sein. Die neue Bezeichnung ehrt den berühmten roten Bollenhut mit seinen Wollbommeln – ein Symbol der lokalen Tradition seit den frühen 1800er-Jahren. Bürgermeister und Einwohner bereiten sich nun darauf vor, den Namenswechsel im Rahmen der großen 750-Jahr-Feierlichkeiten 2025 gebührend zu begehen.

Die Entscheidung, den Titel große Bollenhutgemeinde anzunehmen, wurde von den regionalen Behörden genehmigt. Ab dem 1. Dezember 2025 wird Gutach die neue Bezeichnung auf Ortsschildern tragen und sich damit in die Reihe von rund 130 weiteren Gemeinden in Baden-Württemberg einreihen, die ähnliche charakteristische Beinamen führen. Dazu zählen etwa Ilvesheim als Inselgemeinde, Neuenburg am Rhein als Zähringerstadt oder Tettnang als Hopfenstadt.

Der Bollenhut – ein Strohhut mit großen roten Wollbommeln – ist seit über zwei Jahrhunderten fester Bestandteil der traditionellen Tracht protestantischer Frauen in Gutach und den umliegenden Dörfern. Sein markantes Design gilt längst als kulturelles Wahrzeichen, das weit über die Region hinaus bekannt ist. Die Verleihung des neuen Titels fällt mit dem 750-jährigen Jubiläum Gutachs im Jahr 2025 zusammen. Bürgermeister Siegfried Eckert nannte dies den "Krönungsabschluss" der ganzjährigen Feierlichkeiten. Innenminister Thomas Strobl ergänzte, die Bezeichnung stärke den lokalen Stolz und festige den Zusammenhalt in der Gemeinde.

Die offizielle Einführung der große Bollenhutgemeinde tritt Ende 2025 in Kraft und fällt mit den Jubiläumsveranstaltungen zusammen. Der Name wird dann auf Straßenschildern und in amtlichen Dokumenten erscheinen – als dauerhafte Erinnerung an das Erbe der Stadt. Für die Einwohner markiert er zugleich den Beginn eines neuen Kapitels in der Bewahrung und Förderung ihrer jahrhundertealten Traditionen.