Hamburger Dom: Ein Anwohner wagt sich in die schwindelige Höhe – und bereut es sofort
Sylke SchmiedtHamburger Dom: Ein Anwohner wagt sich in die schwindelige Höhe – und bereut es sofort
Seit 26 Jahren bringt der Hamburger Dom Rummel, Nervenkitzel – und Lärm – auf das Heiligengeistfeld. Dreimal im Jahr verwandelt die Veranstaltung das Gelände mit schwindelerregenden Fahrgeschäften und ohrenbetäubenden Schreien. Ein Anwohner, der in unmittelbarer Nähe lebt, hat kürzlich seine Ängste überwunden, nachdem Freunde ihn überredet hatten, eine extreme Attraktion auszuprobieren.
Jahre lang hatte der Anwohner das Treiben vom Balkon aus beobachtet und sich gefragt, wer freiwillig in Fahrgeschäfte steigt, die Menschen 100 Meter in die Höhe schleudern. Doch zwei hartnäckige Freunde brachten ihn schließlich dazu, eine "Aussichtsgondel" zu betreten, die 70 Meter über den Boden aufsteigt. Sein Fazit nach dem Erlebnis war eindeutig: "Einmal reicht – nie wieder!" Sogar vor dem Einsteigen legte er eine Regel fest: "Wer mit mir hochfährt, fährt auch mit mir wieder runter."
Im Laufe der Jahre sind die Attraktionen des Hamburger Doms immer waghalsiger geworden. Während der Freund des Anwohners ein begeisterter Fan des Spektakels bleibt, tragen die Schreie der Adrenalinjunkies nun jeden Abend in sein Wohnzimmer – eine ständige Erinnerung an die ungebremste Energie des Volksfests.
Die kurze Abenteuerreise des Anwohners endete mit Erleichterung, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Der Dom lockt weiterhin mit immer extremeren Fahrgeschäften Tausende Besucher an. Er selbst wird vorerst auf die sichere Distanz setzen – am liebsten auf dem eigenen Balkon.






