Haßelmann attackiert Scholz: "Reißt euch zusammen und liefert!"
Dietlind Grein GrothHaßelmann attackiert Scholz: "Reißt euch zusammen und liefert!"
Britta Haßelmann, Spitzenpolitikerin der Grünen, hat Bundeskanzler Olaf Scholz und seine Regierung scharf für enttäuschte Erwartungen kritisiert. Sie warf der Regierung vor, es fehle an einem klaren Plan für soziale Reformen und spürbare Verbesserungen im Alltag der Menschen.
Haßelmann richtete sich direkt an Scholz und behauptete, er habe Hoffnungen geweckt, diese aber nicht erfüllt. Mit Nachdruck forderte sie Taten ein und rief der Regierung zu: „Reißt euch zusammen und liefert!“. Trotz ihrer Verärgerung ging sie jedoch nicht so weit, einen vorzeitigen Bruch der Koalition zu fordern – stattdessen verlangte sie bessere Leistungen.
Mit einem Fußballvergleich wies sie die Beiträge des Oppositionsführers Friedrich Merz zurück: Er stehe „bei den Ergebnissen nicht auf dem Platz“. Merz hatte Scholz zuvor als „Machtklempner“ verspottet, doch Haßelmann konterte nun, er selbst bleibe hinter den Erwartungen zurück. Sie verwies darauf, dass Merz derzeit zwar günstige finanzielle Rahmenbedingungen für Infrastrukturprojekte vorfinde, diese aber nicht nutze.
Die Grünen, betonte sie, seien bereit, Verantwortung zu übernehmen, um das Land voranzubringen. Zu den Prioritäten gehöre es, konkrete Fortschritte für die Bürger zu erzielen – insbesondere bei der Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Haßelmann machte deutlich, dass ihre Partei auf echten Wandel und nicht auf leere Versprechungen setze.
Ihre Äußerungen spiegeln eine wachsende Ungeduld mit der Regierungsarbeit wider. Die Grünen positionieren sich als Partei des Handelns, vor allem in Energie- und Sozialfragen. Ob die Kritik die Regierung zum Umdenken bewegt, bleibt abzuwarten.






