Hazel Brugger will Deutschlands ESC-Fluch mit Charme und Spontanität brechen
Hiltraud HamannHazel Brugger: Deutschland ist gut darin, pessimistisch über den ESC zu sein - Hazel Brugger will Deutschlands ESC-Fluch mit Charme und Spontanität brechen
Deutschland wählt diesen Wochenende seinen Vertreter für den Eurovision Song Contest
Die nationale Vorentscheidung, moderiert von der Schweizer Komikerin Hazel Brugger und Barbara Schöneberger, wird am Samstagabend um 20:15 Uhr auf ARD übertragen. Brugger hofft, mit einer frischen, optimistischen Herangehensweise Deutschlands oft enttäuschende Ergebnisse der letzten Jahre zu überwinden.
Hazel Brugger, die bereits den Eurovision Song Contest 2023 in Basel moderierte, findet es amüsant, nur neun Monate später die deutsche Vorentscheidung mitzugestalten. Bekannt für ihre unkonventionellen Karriereentscheidungen – darunter ihr Umzug von der Schweiz nach Deutschland – kritisiert sie, dass das Land seine Eurovision-Strategie zu sehr überdenkt.
Als Beispiel für gelungene Spontanität führt Brugger Lena Meyer-Landruts Sieg 2010 mit Satellite an. Der Triumph löste eine seltene deutsch-schweizerische Einigkeit aus: Selbst das sonst eher desinteressierte Schweizer Publikum feierte mit. Seither kämpft Deutschland mit schwachen Platzierungen – nur Michael Schulte erreichte 2018 die Top Five.
Die Komikerin ist überzeugt, dass zu viel Planung den Erfolg erstickt. Stattdessen plädiert sie für eine lockerere, selbstbewusstere Haltung beim diesjährigen Wettbewerb.
Die deutsche Vorentscheidung wird zeigen, wer das Land in Malmö vertreten darf. Bruggers Rolle als Co-Moderatorin unterstreicht den Wunsch nach einer leichteren, optimistischeren Herangehydurch den ESC. Die Show will Deutschlands Serie enttäuschender Auftritte durchbrechen – mit weniger Perfektionismus und mehr Gelassenheit.