07 March 2026, 14:15

Heidelbergs grüne Forschung: Drei Projekte erhalten 80.000 Euro für Nachhaltigkeit

Die Universität der Künste und Wissenschaften in Frankreich, ein großes Gebäude mit einem grünen Dach, befindet sich in einem Park umgeben von Gras, Pflanzen, Blumen, Pfählen und Bäumen, mit einem Himmel voller weißer, flauschiger Wolken im Hintergrund.

Heidelbergs grüne Forschung: Drei Projekte erhalten 80.000 Euro für Nachhaltigkeit

Drei Nachhaltigkeitsprojekte der Universität Heidelberg haben im Rahmen des Ideenwettbewerbs "BWGreenLabs" eine Förderung in Höhe von 80.000 Euro erhalten. Die Initiative wurde im März 2025 vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ins Leben gerufen und zielt darauf ab, den Energie- und Ressourcenverbrauch in der akademischen Forschung zu senken. Neben Heidelberg erhalten auch die Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mannheim und die Hochschule Offenburg Unterstützung – insgesamt drei Hochschulen in der Region.

Die ausgewählten Projekte stammen vom Institut für Molekulare Systemtechnik, dem Zentrum für Organismische Studien und dem Zentralcampus Neuenheimer Feld der Universität Heidelberg. Jedes verfolgt einen eigenen Ansatz, um die Umweltbelastung zu verringern: Das Vorhaben "Smart Green Labs" konzentriert sich auf die Reduzierung von CO₂-Emissionen in Laboren, ohne die Forschungsqualität zu beeinträchtigen. Die Initiative "Glass Institute" fördert im Zentrum für Organismische Studien eine transparente und gemeinschaftliche Nutzung von Ressourcen. Das dritte Projekt optimiert Beschaffungsprozesse, um Verpackungsmüll und dessen ökologischen Fußabdruck zu minimieren.

Die drei Vorhaben erhalten für eine einjährige Testphase insgesamt rund 80.000 Euro. Nach dieser Evaluierungsphase werden die vielversprechendsten Ansätze jeweils mit 100.000 Euro für eine flächendeckende Umsetzung als Best-Practice-Beispiele ausgezeichnet. Heidelbergs Engagement unterstreicht damit sein Bekenntnis zu nachhaltigen Forschungsmethoden.

Auch die anderen geförderten Hochschulen setzen innovative Akzente: Die DHBW Mannheim entwickelte ein nachhaltiges Betriebsmodell für Wasserstofflabore, das die Vor-Ort-Produktion von grünem Wasserstoff sowie ein Open-Source-Tool für die Versorgungssicherheit umfasst. Die Hochschule Offenburg wiederum recycelt im Projekt "Bottle2Print" PET-Flaschen und PMMA-Abfälle zu Filament für 3D-Drucker und reduziert so den Bedarf an Neuware.

In den kommenden zwölf Monaten werden die geförderten Projekte in die Erprobungs- und Entwicklungsphase gehen. Die drei erfolgreichsten Lösungen erhalten anschließend zusätzliche Mittel und dienen als Vorbild für andere Einrichtungen. Der Wettbewerb stärkt damit die Bemühungen Baden-Württembergs, die Forschungsarbeit an seinen Hochschulen umweltfreundlicher zu gestalten.

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