06 February 2026, 16:42

Heizungsgesetz: Verfassungsgericht verschiebt entscheidende Verhandlung um zwei Tage

Ein historisches Dokument mit einer Straßenszene, einem Fahnenmast, Gebäuden, Bäumen und Himmel, überlagert mit Text aus der ersten Fassung der deutschen Verfassung.

Aufgrund Staatsakts für verstorbene Rita Süssmuth: Karlsruhe verschiebt Verhandlung - Heizungsgesetz: Verfassungsgericht verschiebt entscheidende Verhandlung um zwei Tage

Ein entscheidender Verhandlungstermin zum umstrittenen Gebäudeenergiegesetz (Heizungsgesetz) in Deutschland wurde auf den 26. Februar verschoben. Die Verzögerung steht im Zusammenhang mit dem Tod der ehemaligen CDU-Politikerin Rita Süssmuth, deren staatlicher Trauerakt am Montag stattfindet. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht die Frage, ob die Abgeordneten vor der Verabschiedung des Gesetzes ausreichend Zeit für eine Debatte hatten.

Das Bundesverfassungsgericht sollte den Fall ursprünglich am 24. Februar verhandeln. Der Termin wurde jedoch am Freitag verschoben, nachdem die Regierung den staatlichen Trauerakt für Süssmuth bekanntgegeben hatte, die am Sonntag im Alter von 88 Jahren verstorben war. An der Gedenkfeier werden Vertreter aller Verfassungsorgane teilnehmen.

Die rechtliche Anfrage (Aktenzeichen: 2 BvE 4/23) stellt nicht den Inhalt des Heizungsgesetzes selbst infrage, sondern konzentriert sich darauf, ob der Bundestag vor der Verabschiedung des Gesetzes eine ausreichende Debatte ermöglicht hat. Der ehemalige CDU-Abgeordnete Thomas Heilmann hatte die Beschwerde eingereicht, die bereits im September vergangenen Jahres zu einer Verzögerung bei der Annahme des Gesetzes geführt hatte.

Nach dem Heizungsgesetz müssen neue Heizungsanlagen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Gleichzeitig hat die neue Koalition aus CDU/CSU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag bereits vereinbart, das Gesetz zu überarbeiten. Die mündliche Verhandlung findet nun am 26. Februar statt, doch mit einem Urteil ist vorerst nicht zu rechnen – Entscheidungen des Gerichts ziehen sich in der Regel über Monate hin.

Die Anhörung wird damit zwei Tage später als geplant stattfinden. Eine Entscheidung in der Sache wird nicht unmittelbar erwartet, da verfassungsgerichtliche Urteile meist erst Monate nach den Verhandlungen ergehen. Das Ergebnis könnte Auswirkungen auf die Umsetzung des Gesetzes haben, insbesondere vor dem Hintergrund der von der Koalition geplanten Änderungen.