Hufeisensiedlung in Britz feiert 100 Jahre mit viertägigem Architektur-Festival
Hiltraud HamannHufeisensiedlung in Britz feiert 100 Jahre mit viertägigem Architektur-Festival
Britz' ikonische Hufeisensiedlung feiert 100-jähriges Jubiläum mit viertägigem Festival
Vom 23. bis 26. Juli 2025 begehnt Berlins berühmte Hufeisensiedlung in Britz ihr 100-jähriges Bestehen mit einem viertägigen Fest – eingebettet in die Feierlichkeiten zum 650. Jubiläum des Bezirks Britz. Die Veranstalter möchten damit die nachhaltige Wirkung der Neues-Bauen-Bewegung würdigen, die in den 1920er-Jahren von den Architekten Bruno Taut und Martin Wagner geprägt wurde.
Das Programm umfasst Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Filmvorführungen, die das architektonische Erbe der Siedlung ins Rampenlicht rücken. Ein kreativer Workshop unter Leitung von Schülern der Fritz-Karsen-Schule ergänzt das Angebot. Die Veranstaltungen spiegeln die ursprünglichen Prinzipien des Neuen Bauens wider: Funktionalität, Licht, Luft und bezahlbarer Massenwohnungsbau – Ideen, die auch UNESCO-geschützte Ensembles wie die Weißenhofsiedlung in Stuttgart (1927) oder den Karl-Marx-Hof in Wien (1927–1930) prägten.
Höhepunkt des Festivals ist am 26. Juli das Hufeisenfest mit "Wanderkonzerten" und einem gemeinsamen Picknick. Unterstützt wird die Veranstaltung von Partnern wie Vonovia, dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Förderverein Hufeisensiedlung e. V.
Christoph Rauhut, Direktor des Landesdenkmalamts, betont, dass die modernistischen Wohnsiedlungen bis heute frisch und lebendig wirken. Das Festival unterstreicht, wie Tauts und Wagners visionärer Ansatz zu sozialem Wohnungsbau und nachhaltiger Gestaltung weltweit die Stadtplanung beeinflusst.
Die Jubiläumsfeier verbindet Geschichte, Kultur und bürgerschaftliches Engagement. Indem sie die Ideale des Neuen Bauens wiederaufleben lässt, rückt sie die Bedeutung der Siedlung für die moderne Architektur in den Fokus – und stärkt zugleich Britz' kulturelle Strahlkraft im Rahmen des 650-jährigen Bezirksjubiläums.






