29 April 2026, 12:14

Intelligentes Lastmanagement könnte Süddeutschlands Stromprobleme lösen

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Intelligentes Lastmanagement könnte Süddeutschlands Stromprobleme lösen

Eine neue Studie der Denkfabrik Agora Energiewende untersucht, wie ein intelligentes Lastmanagement die Stromversorgungsprobleme in Deutschland entschärfen könnte. Im Fokus steht dabei Süddeutschland, wo trotz des Atomausstiegs ein hoher Industriebedarf besteht. Experten sind überzeugt: Eine flexible Steuerung des Stromverbrauchs könnte den Umstieg auf erneuerbare Energien unterstützen – und das ohne zusätzliche Kosten.

Baden-Württemberg und Bayern verbrauchen gemeinsam fast 30 Prozent des deutschen Stroms. In beiden Bundesländern entfällt mit 55 bis 60 Prozent der Großteil des Verbrauchs auf die Industrie, wobei die Spitzenlast bei rund 14 Gigawatt (GW) liegt. Gerade dort wurden jedoch Kernkraftwerke abgeschaltet, was zu einer Versorgungslücke führt.

Laut dem Bericht ließe sich über ein Gigawatt (GW) der industriellen Last bei rechtzeitiger Ankündigung vorübergehend reduzieren. Auch im Haushaltssektor bestünde Potenzial: Durch Laststeuerung könnten mehr als 1,3 GW verschoben werden. Unternehmen könnten ihre Stromkosten um über fünf Prozent senken, wenn sie an solchen Programmen teilnehmen.

Während der Windstrom in Deutschland vor allem im Norden erzeugt wird, ist der Verbrauch im Süden besonders hoch. Agora Energiewende argumentiert, dass eine gleichmäßigere Verteilung der Nachfrage das Stromnetz entlasten würde. Gleichzeitig ließe sich so die schwankende Einspeisung aus Wind- und Solarenergie besser integrieren.

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Die Ergebnisse zeigen, dass ein gezieltes Lastmanagement die Belastung des süddeutschen Stromnetzes verringern könnte. Durch Anpassungen im industriellen und privaten Verbrauch ließen sich teure Netzausbauten vermeiden. Zudem würde dies den Übergang zu saubereren Energiequellen in Deutschland beschleunigen.

Quelle